Politik

"Dynamik nicht mehr steuerbar" Steinbrück sieht GroKo-Aus vor Weihnachten

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Steinbrück: GroKo-Aus vor Weihnachten; Kühnert kein SPD-Chef.

(Foto: REUTERS)

Seit der Europawahl wachsen die Zweifel am Fortbestand der Regierungskoalition. Ex-Kanzlerkandidat Steinbrück sieht das Ende der GroKo nahe und die Landtagswahlen im Herbst dafür ausschlaggebend. Kritisch äußert er sich auch zum Thema Kühnert.

Der frühere SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist überzeugt, dass die schwarz-rote Koalition in Berlin dieses Jahr nicht übersteht. "Ich glaube, dass diese Große Koalition Weihnachten nicht erreichen wird", sagte Steinbrück in der ARD. "Ich glaube, dass im Lichte möglicher weiterer Niederlagen auch bei diesen Landtagswahlen die Dynamik innerhalb der SPD nicht mehr zu steuern ist." Dann könne es eine "breite Meinungsbildung" geben, "dass die SPD die Große Koalition verlassen soll", erklärte Steinbrück mit Blick auf die im Herbst anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen.

In Bezug auf seine Partei, in der er seit 50 Jahren Mitglied ist, traut Steinbrück dem Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert das Amt des SPD-Vorsitzenden nicht zu. Kühnert werde zwar von den Medien "hochgeschrieben". Der 29-Jährige biete aber für viele Themen keine Lösungen. "Es kann sein, dass er mit 40 Parteivorsitzender wird."

Mit Blick auf die Führungskrise in der SPD seit dem Rücktritt der Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles sagte Steinbrück, die SPD könne sich leider keinen neuen Parteivorsitzenden "aus der Retorte backen". "Und bisher haben alle Stellvertreter abgelehnt zu kandidieren."

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/AFP

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