Politik

Kein Personal, keine Ausrüstung Stellungen in russischer Region Kursk laut Kiew verwaist

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Luftaufnahme einer unbemannten Stellung in der Grenzregion Kursk.

Luftaufnahme einer unbemannten Stellung in der Grenzregion Kursk.

(Foto: Nationale Widerstandszentrum)

Im vergangenen Herbst wird in der russischen Grenzregion Kursk mit dem Bau von Verteidigungsstellungen begonnen. Offiziell, um einen Angriff der Ukraine auf russisches Staatsgebiet zu verhindern. Doch laut Angaben aus Kiew sind die Anlagen größtenteils unbemannt und von Gestrüpp überwuchert.

Viele Verteidigungsstellungen in der russischen Grenzregion Kursk sind nach Angaben aus Kiew nicht mit Militärpersonal und Ausrüstung besetzt und in einem schlechten Zustand. Das meldet das Nationale Widerstandszentrum der Ukraine mit Verweis auf aktuelle Bilder aus der Region.

"Die neuesten Luftaufnahmen zeigen, dass fast alle Befestigungsanlagen verlassen und größtenteils von Gestrüpp überwuchert sind", heißt es in einer Mitteilung. Kiew zufolge wurden die Anlagen aufgegeben, weil der Großteil des Militärpersonals an die Front in die Ukraine verlegt wurde.

Ende August hatte das Nationale Widerstandszentrum über die Fertigstellung von Verteidigungsstellungen in Kursk berichtet. Veröffentlichte Aufnahmen zeigten Unterstände, Schützengräben und Kontrollposten mit Panzersperren, aber ohne Wachpersonal. Damals meldete die ukrainische Behörde, dass fast die gesamte russische Staatsgrenze unbewacht sei und man auch keine Soldaten auf Patrouille gesehen habe. Allerdings habe Moskau gelegentlich Artillerie in die Gegend verlegt, vermutlich, um ukrainisches Territorium zu beschießen.

Im Oktober 2022 kündigte der Gouverneur von Kursk, Roman Starowoit, die Befestigung der Grenze an, um, wie er sagte, einen möglichen Angriff der Ukraine abzuwehren. Auch in der benachbarten Region Belgorod entstanden Verteidigungslinien, die von den Behörden öffentlichkeitswirksam zur Schau gestellt wurden.

Der US-Militärexperte Rob Lee mutmaßte damals, dass die Image-Offensive eine Reaktion auf die Aktivitäten der Söldnertruppe Wagner sein könnte. Diese begleitete zu jener Zeit den Bau der sogenannten "Wagner-Linie" in der ukrainischen Region Luhansk intensiv mit Foto- und Videostrecken.

Quelle: ntv.de, jpe

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