Politik

FDP-Wahlkampffinale in NRW Störer bezeichnen Lindner als "Kriegstreiber"

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Die FDP bildet aktuell im bevölkerungsreichsten Bundesland eine Koalition mit der CDU.

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Einen Tag vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen stören einige Dutzend Menschen das offizielle Wahlkampffinale der FDP in Düsseldorf. Sie betiteln Parteichef Lindner als "Kriegstreiber" und "Lügner". Um ihnen etwas entgegenzusetzen, muss er seine Stimme arg anheben.

FDP-Bundesparteichef Christian Lindner hat die militärische und finanzielle Unterstützung Deutschlands für die Ukraine unter lautstarken Protesten in Düsseldorf verteidigt. Einigen Dutzend Störern, die dem Bundesfinanzminister "Kriegstreiber" und "Lügner" entgegenriefen, hielt Lindner entgegen: "Wenn Ihr glaubt, dass Ihr mich aus der Ruhe bringen könnt, habt Ihr Euch getäuscht."

Beim offiziellen Wahlkampffinale seiner Partei musste er dennoch seine Stimme arg anheben. Die besondere Lage nach dem russischen Angriffskrieg habe eine Zeitenwende gebracht und erfordere in Deutschland neue Schulden, betonte Lindner. Das 100 Milliarden Euro schwere Sondervermögen brauche man, "um 16 Jahre Vernachlässigung der Bundeswehr zu stoppen."

"Du musst kämpfen können, damit Du nicht kämpfen musst", heiße die Devise, rief der Bundesfinanzminister einen Tag vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. "Damit ist keine Militarisierung der deutschen Außenpolitik gemeint." Deutschland stehe an der Seite der Ukraine, die auch europäische Freiheitswerte verteidige. An die kleine Störergruppe gewandt rief Lindner unter großem Beifall der Zuhörer: "Die tapferen Ukrainerinnen und Ukrainer verteidigen sogar die Freiheit von denen da, die sie mit Füßen treten."

Die FDP bildet aktuell im bevölkerungsreichsten Bundesland eine Koalition mit der CDU. Letzte Umfragen sehen die FDP überwiegend bei sieben bis acht Prozent, für eine Neuauflage einer schwarz-gelben Regierung in NRW würde es nicht reichen. Bei der Landtagswahl 2017 hatte die FDP noch 12,6 Prozent geholt.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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