Politik

Zeichen der Annäherung Süd- und Nordkorea kommunizieren wieder

105807238.jpg

Ein nordkoreanischer Soldat patrouilliert in der demilitarisierten Zone an der Grenze zwischen den zwei Ländern.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mehr als ein Jahr lang herrscht Funkstille zwischen Nord- und Südkorea. Jetzt nähern sich die beiden Staaten wieder etwas an und öffnen die Kommunikationskanäle - ihre Staatschefs korrespondieren per Briefverkehr schon länger.

Süd- und Nordkorea haben ihre direkten Verbindungskanäle nach monatelanger Unterbrechung wiederhergestellt. Das teilen beide Länder am 68. Jahrestag der Unterzeichnung des Waffenstillstandsvertrags zur Beendigung des Korea-Kriegs mit.

Südkoreas Präsident Moon Jae In tauscht nach Angaben seines Büros seit April persönliche Briefe mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un aus. Dabei hätten sie sich auch auf die Wiederherstellung der Kommunikationsverbindungen geeinigt. Der Schritt werde zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen beitragen.

Nordkorea hatte im Juni des vergangenen Jahres einseitig alle Kommunikationskanäle zwischen den Regierungen und den Militärs beider Länder gekappt. Die kommunistische Regierung in Pjöngjang reagierte damit auf Propaganda-Aktionen konservativer südkoreanischer Aktivisten und nordkoreanischer Flüchtlinge an der Grenze, die gegen die Führung in Nordkorea gerichtet waren. Seoul wurde vorgeworfen, nichts gegen die Aktionen zu unternehmen.

Nordkorea kappte Kontakt vor einem Jahr

Auch die Hotline zwischen dem Präsidialamt in Seoul und dem Büro des nordkoreanischen Machthabers waren von der Maßnahme Nordkoreas betroffen. Später sprengte Nordkorea auch ein innerkoreanisches Verbindungsbüro in der Grenzstadt Kaesong.

Alle Koreaner wünschen sich, dass sich die bilateralen Beziehungen von den Rückschlägen "so früh wie möglich" wieder erholten, heißt es in den nordkoreanischen Staatsmedien. Die obersten Anführer hätten sich darauf geeinigt, durch "die Wiederherstellung der getrennten innerkoreanischen Kommunikationsverbindungslinien" das gegenseitige Vertrauen wiederherzustellen und die Aussöhnung zu fördern.

Nordkorea ist wegen seines Atomwaffenprogramms international isoliert. Als Folge des gescheiterten Gipfeltreffens zwischen Kim Jong Un mit dem früheren US-Präsidenten Donald Trump im Februar 2019 in Vietnam kamen auch die innerkoreanischen Beziehungen nicht mehr voran. Trump und Kim konnten sich nicht auf einen Fahrplan für die Abrüstung des nordkoreanischen Atomprogramms sowie auf Gegenleistungen der USA einigen.

Quelle: ntv.de, joh/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.