Politik

UN-Generaldebatte in New York Syrien fordert Abzug von Besatzungstruppen

RTX35J2P (1).jpg

"Die Schlacht gegen den Terrorismus ist fast zu Ende", sagte al-Muallem (Archivbild).

(Foto: REUTERS)

Seit sieben Jahren herrscht in Syrien ein Bürgerkrieg mit zahlreichen Akteuren. Außenminister al-Muallem prophezeit nun einen baldigen Sieg seiner Regierungstruppen. Er lädt syrische Flüchtlinge im Ausland zur Rückkehr ein.

Der syrische Außenminister und Vize-Regierungschef Walid al-Muallem hat bei der UN-Generaldebatte den sofortigen Abzug der Truppen aus den USA, Frankreich und der Türkei aus seinem Land verlangt. Die US-Armee sowie die Soldaten aus Frankreich und der Türkei seien "Besatzungstruppen", sagte al-Muallem in New York. Mit ihnen werde "entsprechend umgegangen. Sie müssen sofort und ohne jegliche Bedingungen abziehen", fügte der syrische Chefdiplomat hinzu.

In Syrien herrscht seit Frühjahr 2011 ein Bürgerkrieg mit zahlreichen Akteuren. Die USA, Frankreich und die Türkei sind Gegner von Syriens Machthaber Baschar al-Assad, der wiederum von Russland und dem Iran unterstützt wird.

Al-Muallem prophezeite in New York einen baldigen Sieg der syrischen Regierungstruppen gegen die Rebellen. "Die Schlacht gegen den Terrorismus ist fast zu Ende", sagte der Minister. Die Kämpfe würden eingestellt, wenn sein Land "von den Terroristen und illegaler ausländischer Präsenz" befreit sei.

"Die Tür steht weit offen"

Schon heute sei die Lage im Land "stabiler und sicherer", so dass die Voraussetzungen für eine Rückkehr der zahlreichen syrischen Flüchtlinge erfüllt seien, versicherte al-Muallem. "Die Tür steht ihnen weit offen", und "alle Syrer im Ausland können zurückkommen". Die syrische Regierung werde "alles in ihrer Macht stehende tun, um diese Rückkehr zu ermöglichen", sicherte der Minister zu. Dazu sei auch "internationale Hilfe" nötig, einige Länder schürten jedoch "irrationale Ängste".

Assads Truppen haben mittlerweile mithilfe der russischen Armee einen Großteil des Landes zurückerobert. Die letzte große Rebellenhochburg ist die Provinz Idlib. In der alljährlichen Generaldebatte der Vereinten Nationen, die am Dienstag begonnen hatte, zählte der Konflikt in Syrien zu den zentralen Themen.

Quelle: n-tv.de, lri/AFP

Mehr zum Thema