"Ungewöhnlich große" ZahlTaiwans Küstenwache drängt 16 Schiffe aus China zurück

Peking und Taipeh geraten insbesondere vor Taiwans Küste regelmäßig aneinander. Nun sind in der Nähe des Inselstaats erneut chinesische Schiffe aufgetaucht - diesmal außergewöhnlich viele. Taiwans Küstenwache spricht von "hybrider Kriegsführung".
Taiwan hat nach eigenen Angaben 16 chinesische Schiffe vor seiner Küste zurückgedrängt, die an "maritimen Belästigungs"-Aktionen beteiligt gewesen seien. Eine "ungewöhnlich große" Zahl chinesischer Schiffe, darunter der Küstenwache, Forschungsschiffe und Fischerboote, habe an der koordinierten Aktion rund um Taiwans Hauptinsel sowie um die auch als Dongsha bekannte Insel Pratas im Südwesten, teilgenommen, teilte die taiwanische Küstenwache mit. Sie sprach von "hybrider Kriegsführung".
Peking beansprucht Taiwan als Teil seines Territoriums und hat damit gedroht, die Insel mit Gewalt zu annektieren. In den vergangenen Monaten verstärkte China den Druck auf Taiwan und setzte Schiffe der Küstenwache, Forschungsschiffe und andere Fahrzeuge rund um die Insel ein.
Am 1. Oktober hatte die taiwanische Küstenwache nahe Pratas im nördlichen Teil des Südchinesischen Meeres Wasserwerfer gegen ein chinesisches Fischerboot eingesetzt, was eine wütende Reaktion in Peking auslöste.
Das kommunistische China betrachtet den demokratisch regierten Inselstaat Taiwan als abtrünnige Provinz, die notfalls mit militärischen Mitteln wieder mit dem Festland vereint werden soll. Taipeh weist Pekings Ansprüche zurück.
