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"Jünger, weiblicher und bunter" Tauber beharrt auf CDU-Erneuerung

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Nach vier Jahren als CDU-Generalsekretär stellt Peter Tauber sein Amt zur Verfügung.

(Foto: imago/photothek)

Die Zeit als CDU-Generalsekretär endet für Peter Tauber aus gesundheitlichen Gründen. In seiner Abschiedsbekundung gilt ein besonderer Dank Kanzlerin Merkel. Zugleich findet er aber auch mahnende Worte und plädiert für die Erneuerung seiner Partei.

In einem Blogeintrag auf seiner Homepage hat sich der scheidende CDU-Generalsekretär Peter Tauber an seine Partei gewandt. Darin bedankte er sich für die vierjährige Amtszeit und richtete besondere Worte an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Gleichzeitig beharrte er auf einem parteiinternen Wandel. Am Sonntag war bekannt geworden, dass der 43-Jährige sein Amt niederlegt. Seine Nachfolgerin soll Annegret Kramp-Karrenbauer werden.

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Tauber forderte in seinem Eintrag, die CDU-Erneuerung weiter nach vorn zu treiben. Es gebe zu wenige junge Menschen, viel zu wenige Frauen und auch zu wenige Deutsche mit einer Einwanderungsgeschichte, die sich in den Reihen der Christdemokraten engagierten. Die CDU müsse "jünger, weiblicher und bunter" werden, schrieb Tauber. Das betreffe nicht nur die Regierungsmannschaft. Mit der Parteireform "Meine CDU 2017" seien dahingehend bereits erste Weichen gestellt worden.

Ihm sei bereits nach der Bundestagswahl klar gewesen, dass er das Amt des Generalsekretärs bei einer erfolgreichen Regierungsbildung abgeben werde, schrieb Tauber in seinem Blog. Der Parteitag solle im Februar über einen Nachfolger entscheiden. "Es waren vier anspruchsvolle, spannende, interessante und lehrreiche Jahre für mich", zog Tauber ein Fazit. Er bedankte sich bei Freunden, Mitarbeitern und politischen Gegnern "für viele gute Debatten und notwendige Auseinandersetzungen".

Einen besonderen Dank richtete Tauber an die Kanzlerin. Auch wenn es in Fragen der Öffnung der Ehe oder des Einwanderungsgesetzes Differenzen mit Merkel gegeben habe, so habe sie diese "ausgehalten". "Mit großem Dank schaue ich auch auf die Zusammenarbeit mit Angela Merkel zurück, die ich in schwierigen Zeiten unterstützen durfte", schrieb Tauber. Es sei ein Segen für Deutschland, Merkel an der Spitze der Regierung zu wissen - "gerade angesichts dessen, was in vielen anderen Ländern um uns herum geschieht". Mit einem Zitat von Friedrich Rückert beendete er seinen Blogeintrag: "Füge dich der Zeit, erfülle deinen Platz, und räum ihn auch getrost: Es fehlt nicht an Ersatz!"

Tauber ist gesundheitlich angeschlagen. Nach einer Darm-Operation traten bei Tauber im Januar Komplikationen auf, so dass er sich einer weiteren Not-OP unterziehen musste. An den Koalitionsverhandlungen mit der SPD hatte er schon nicht mehr teilgenommen.

Quelle: n-tv.de, mba

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