Politik

Nein zu Hass im Bundestag Tausende demonstrieren gegen die AfD

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Mehrere tausend Menschen sind zu der Demonstration gekommen.

(Foto: imago/snapshot)

Die AfD hat 92 Sitze im Parlament. Viele Menschen fürchten, dass die Partei den Bundestag als Bühne für Rassismus nutzen wird und gehen in Berlin dagegen auf die Straße. Die AfD spricht von einem "Anschlag auf die Demokratie".

Im Berliner Regierungsviertel haben rund 12.000 Menschen gegen die AfD demonstriert. Die Teilnehmer warnten vor Rassismus und einem Rechtsruck im neuen Bundestag. "Mein Herz schlägt für Vielfalt" oder "Meine Stimme gegen Hetze" stand auf den Plakaten. Die Demonstranten bildeten nach Angaben der Veranstalter einen "symbolischen Schutzring" um das Reichstagsgebäude.

Die Abschlusskundgebung fand am Brandenburger Tor statt. Einer Polizeisprecherin zufolge verlief die Großdemonstration störungsfrei.

Anlass der Demonstration war die konstituierende Sitzung des neugewählten Bundestags am kommenden Dienstag. Der Bundestag dürfe "nicht zum Sprachrohr für Rassismus und Diskriminierung werden", mahnten die Organisatoren. "Wir wollen nicht, dass bürgerliche Parteien nach rechts rücken", hieß es weiter mit Blick auf die Debatte über den Umgang mit der AfD.

AfD spricht von "Stimmungsmache"

Initiator des Protestes war der Buchautor Ali Can vom Verein "Interkultureller Frieden e.V.". Er zeigte sich "überwältigt" von der hohen Teilnehmerzahl. Dies zeige, "dass jeder Versuch, uns als Gesellschaft zu spalten, uns nur näher zusammenbringt". Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Linke, der Lesben- und Schwulenverband und viele kleinere Initiativen hatten die Demo unterstützt.

Die AfD hatte die Demonstration im Vorfeld als "Stimmungsmache" gegen ihre Abgeordneten und als "Anschlag auf die Demokratie" kritisiert. Der neue Bundestagsfraktionsvize Peter Felser sprach von einer "nicht hinnehmbaren Diskreditierung" der demokratisch gewählten AfD-Abgeordneten.

Quelle: n-tv.de, asc/dpa/AFP

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