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Deutsche verletzt Terroristen ermorden 41 Menschen in Istanbul

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Inzwischen wurde der Flugbetrieb am Atatürk-Airport wieder aufgenommen.

(Foto: dpa)

Das Istanbuler Gouverneursamt korrigiert die Zahl der Todesopfer nach dem Terroranschlag auf 41, darunter mindestens 13 Ausländer. Zudem seien 239 Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten ist mindestens eine Deutsche.

Die Türkei hat am Mittag die Zahl der Toten des verheerenden Terroranschlags auf den Atatürk-Flughafen nach oben korrigiert. Demnach seien 41 Todesopfer zu beklagen, teilte das Istanbuler Gouverneursamt mit. Zudem seien 239 Menschen verletzt worden.

Bekannt sei nun auch die Nationalität der Toten, hieß es aus Regierungskreisen in Ankara. Bei ihnen handele es sich um fünf Saudis, zwei Iraker, einen Tunesier, einen Usbeken, einen Chinesen, einen Iraner, einen Ukrainer und einen Jordanier. Deutsche seien nicht betroffen. Auch das Berliner Außenamt hatte keine Hinweise darauf. Zusätzlich seien die drei Selbstmordattentäter ums Leben gekommen. Ihre Nationalität sei noch unklar. Es handele sich offenbar um Ausländer.

Unter den Verletzten ist auch eine Deutsche. Sie befindet sich laut Auswärtigem Amt noch in Behandlung in einem Krankenhaus. Bis zum Abend soll sie dieses aber verlassen können. Die Frau wurde auch von Mitarbeitern des Generalkonsulats Istanbul betreut.

Attacke in Istanbul gleicht der von Brüssel

Gestern Abend hatten drei Männer im Flughafen das Feuer eröffnet und sich nach Schusswechseln mit der Polizei in die Luft gesprengt. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) als Urheber des Anschlags gilt. Die Hinweise deuteten auf den IS, erklärte der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim bereits wenige Stunden nach dem Selbstmord-Attentat.

Ein türkischer Ermittler sagte, die Arbeit gleiche einem Puzzle. Derzeit würden die Aufnahmen von Sicherheitskameras gesichtet und Zeugenaussagen ausgewertet. Die türkische Nachrichtenagentur Dogan berichtete, die Autopsie der menschlichen Überreste der Attentäter sei abgeschlossen. Bei den Männern handele es sich womöglich um Ausländer, hieß es in dem Bericht ohne Angaben von Quellen.

Zwei Terrorismus-Experten der US-Regierung erklärten, die Art des Angriffs, die an das IS-Attentat auf den Brüsseler Flughafen im März erinnere, spreche für die Extremistenorganisation. Der IS habe in der Vergangenheit "weiche Ziele" wie zufällig anwesende Passanten angegriffen. Die kurdische PKK und ihre Splittergruppen griffen indes das Militär oder Regierungsvertreter an.

Zwar habe der IS die Angriffe in der Türkei gesteigert. So waren bei einem Anschlag im Januar in Istanbul zwölf deutsche Touristen getötet worden. Allerdings würde er sich selten zu den Attacken bekennen, da die Türkei immer eines der wichtigsten Transit-Länder der Organisation sei. Der Flughafen nahm am Vormittag den Flugbetrieb wieder auf.

Quelle: n-tv.de, ppo/AFP/dpa/rts

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