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Mediensperre für Roger Stone Trump-Berater darf sich nicht zu Verfahren äußern

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Stone soll versucht haben, einen anderen Zeugen in der Russland-Affäre zu manipulieren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Zuge der Russland-Affäre wird ein Ex-Berater von Präsident Trump im vergangenen Monat festgenommen. Stone werden unter anderem Falschaussage und Behinderung der Justiz vorgeworfen. Eine Richterin verpflichtet ihn nun zum Stillschweigen.

Eine US-Richterin hat im Fall des früheren Trump-Beraters Roger Stone eine Mediensperre verhängt. Die Bezirksrichterin Amy Berman Jackson wies am Freitag Anwälte und Staatsanwälte in dem Fall an, sich weder in der Öffentlichkeit noch gegenüber den Medien auf eine Weise zu äußern, die das Verfahren gefährden könnte. Auch Stone solle sich nicht gegenüber den Medien, im Gericht oder in seiner unmittelbaren Umgebung öffentlich äußern.

Die Richterin sagte, es bestehe angesichts "der Größe und der Lautstärke der Menschenmenge" bei Stones Gerichtsauftritten die Gefahr, dass Äußerungen der Prozessbeteiligten die Teilnehmer weiter "aufpeitschen". Bei den vergangenen Gerichtsverhandlungen waren zahlreiche Journalisten sowie Unterstützer und Gegner Stones präsent.

Verbindungsmann zu Wikileaks?

Ende Januar hatte der einstige Wahlkampfberater von US-Präsident Donald Trump auf nicht schuldig plädiert. Der langjährige Freund und Berater Trumps war kurz zuvor in seinem Haus in Florida festgenommen worden, dann jedoch auf Kaution freigelassen worden.

Der US-Sonderermittler Robert Mueller wirft dem 66-Jährigen vor, die Kongressuntersuchung zur Affäre um die russische Manipulation des US-Wahlkampfs 2016 behindert zu haben. Des Weiteren werden ihm Falschaussage und der Versuch zur Manipulation eines anderen Zeugen vorgeworfen.

Stone steht im Verdacht, als Verbindungsmann zwischen der Trump-Kampagne und Wikileaks fungiert zu haben. Die Enthüllungsplattform hatte während des Wahlkampfs Zehntausende gehackte E-Mails mit teils brisantem Inhalt aus dem Lager von Trumps Rivalin Hillary Clinton veröffentlicht. Die E-Mails waren nach Erkenntnissen der US-Geheimdienste von russischen Hackern gestohlen worden.

Quelle: n-tv.de, lri/AFP

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