Politik

Ex-Bürgermeister von New YorkTrump-Gefährte Rudy Giuliani im Krankenhaus

04.05.2026, 03:58 Uhr
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Donald Trump (l.) und Rudy Giuliani bei einer 9/11-Gedenkfeier im September 2024. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Rudy Giuliani ist während der 9/11-Terroranschläge Bürgermeister von New York. Später agiert er als Anwalt von Donald Trump - und verbreitet Falschbehauptungen über angeblichen Wahlbetrug. Der Gesundheitszustand des mittlerweile 81-Jährigen soll "kritisch, aber stabil" sein.

Der frühere Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani, befindet sich in kritischem Zustand in einem Krankenhaus. Das berichtet US-Präsident Donald Trump über seinen treuen Weggefährten. Mehrere US-Medien zitierten übereinstimmend einen Sprecher Giulianis mit der Information, dass er in "kritischem, aber stabilem Zustand" in einer Klinik im Bundesstaat Florida in Behandlung sei.

Sprecher Ted Goodman machte gegenüber der "New York Times" keine Angaben zum Grund oder der bisherigen Dauer des Krankenhausaufenthalts des 81-Jährigen. Giuliani sei ein "Kämpfer", der in seinem Leben jeder Herausforderung mit "standhafter Stärke" begegnet sei, schrieb Sprecher Goodman bei X. So sei es auch jetzt. Er bat darum, für Giuliani zu beten. 

Giuliani war von 1994 bis Ende 2001 Bürgermeister von New York - also auch während der Anschläge vom 11. September 2001. Seine Anhänger bezeichneten ihn als "Bürgermeister Amerikas". Später unterstützte Giuliani Trump, auch bereits im Wahlkampf 2016. Nach dessen Wahlniederlage 2020 hielt Giuliani weiter zu dem Republikaner. Er gehörte als persönlicher Anwalt Trumps zu den treibenden Kräften, die nach der Wahl unbewiesene Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug verbreiteten. 

In den vergangenen Jahren hatte Giuliani mit etlichen juristischen Problemen zu tun. Als er nach den Falschbehauptungen über den angeblichen Wahlbetrug Ende 2023 in einem Fall dazu verurteilt wurde, hohen Schadenersatz leisten zu müssen, meldete er Insolvenz an. Der US-Bundesstaat New York entzog ihm 2024 seine Anwaltslizenz. 

Trump hatte im September angekündigt, ihm die höchste zivile Auszeichnung der US-Regierung verleihen zu wollen, die "Presidential Medal of Freedom". Auch jetzt verteidigte der Präsident seinen Verbündeten. Mit mit Blick auf die Vorwürfe über den angeblichen Wahlbetrug schrieb Trump bei Truth Social, dass Giuliani "bei allem recht gehabt" habe. Er sei von den "radikalen, linken, irren Demokraten" schlecht behandelt worden.

Quelle: ntv.de, bho/AFP

Donald TrumpNew YorkUS-Präsidentschaftswahl 201611. September 2001