Beispiellose Zahl abgeschobenTrump-Regierung entzieht mehr als 175.000 Menschen US-Visum

Die US-Regierung setzt ihre verschärfte Einwanderungspolitik auch bei bereits erteilten Einreisedokumenten durch. Besonders häufig führen Verkehrs-, Gewalt- und Drogendelikte zum Entzug eines Visums. Zugleich nehmen die Behörden auch sogenannte Geburtstouristen ins Visier.
Die US-Regierung hat unter Präsident Donald Trump mehr als 175.000 Visa widerrufen. Das Außenministerium in Washington teilte mit, die Maßnahme richte sich gegen Personen, die gegen ihre Visabestimmungen verstoßen, Straftaten begangen oder die nationale Sicherheit gefährdet hätten.
Die häufigsten Gründe waren nach Angaben der Behörde Körperverletzung, Trunkenheit am Steuer, Diebstahl und Drogendelikte. Zu den weiteren angeführten Straftaten zählten unter anderem Vergewaltigung, Entführung und der Besitz von Missbrauchsdarstellungen von Kindern. Eine US-Botschaft in Nordafrika habe zudem mehr als 100 Visa von sogenannten Geburtstouristen annulliert. Diese reisen in die USA, damit ihre Kinder dort zur Welt kommen und automatisch die US-Staatsbürgerschaft erhalten.
Die Annullierungen sind Teil eines harten Kurses gegen Einwanderer, den Trump nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus im vergangenen Jahr eingeleitet hat. Das Ministerium hatte die Zahl der widerrufenen Visa im Januar noch mit mehr als 100.000 angegeben. Die Regierung hat in den vergangenen Monaten eine beispiellose Zahl von Migranten abgeschoben, darunter auch Inhaber gültiger Visa.
Zudem gelten strengere Vorgaben bei der Vergabe, etwa durch eine verstärkte Überprüfung von Aktivitäten in den sozialen Medien. Menschenrechtsorganisationen kritisieren dieses Vorgehen. Sie sehen darin eine Einschränkung der Meinungsfreiheit und eine gezielte Überwachung von Einwanderern.