Politik

Kehrt Ex-Präsident zurück? Trump begrüßt Twitter-Übernahme durch Musk

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Trumps Twitter-Konto war nach dem Angriff radikaler Anhänger auf das Kapitol vom 6. Januar 2021 gesperrt worden.

(Foto: IMAGO/USA TODAY Network)

Bereits vor seinem Twitter-Kauf kündigt Musk an, den Account des verbannten Ex-US-Präsidenten Trump wieder aktivieren zu wollen. Dieser begrüßt in einer ersten Reaktion zwar den Erwerb der Plattform durch den Tesla-Chef. Ob er jedoch zurückkehrt, lässt er im Vagen.

Der von Twitter verbannte ehemalige US-Präsident Donald Trump sieht die Social-Media-Plattform bei dem Milliardär Elon Musk "in vernünftigen Händen". Das schrieb Trump auf seiner neuen Online-Plattform Truth Social. Ob er nach der Übernahme zu Twitter zurückkehren werde, von wo sein Konto nach dem Sturm von Trump-Anhängern auf das Kapitol in den letzten Tagen seiner Amtszeit Anfang 2021 dauerhaft verbannt worden war, ließ er offen.

Er glaube aber, dass Truth Social besser aussehe und funktioniere: "ICH LIEBE TRUTH", schrieb Trump doppeldeutig. Das englische "Truth" heißt auf Deutsch "Wahrheit". Der republikanische Präsident hatte seine Politik während seiner Amtszeit vorzugsweise über unzählige Tweets erklärt.

Musk hatte im Zuge des Tauziehens um die 44 Milliarden Dollar schwere Übernahme erklärt, er würde Trumps Account wieder aktivieren. Der Ex-Präsident hatte aber abgewinkt. Auf Truth Social hat der heute 76-Jährige aber einen Bruchteil der 89 Millionen Follower, die seine Äußerungen auf Twitter abonniert hatten.

"Der Vogel ist befreit"

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Musk kommentierte den Kauf, mit dem ein monatelanger Übernahme-Thriller zu Ende geht, zunächst nur mit einem kurzen Tweet: "Der Vogel ist befreit", schrieb der Chef des Elektroautobauers Tesla und reichste Mensch der Welt mit Blick auf das Twitter-Logo. Später fügte er an die Adresse seiner mehr als 110 Millionen Twitter-Follower hinzu: "Let the good times roll", frei übersetzt etwa: "Lasst uns Spaß haben".

Kritiker befürchten, dass Musk die Moderation von Inhalten im Kampf gegen Hassrede, Online-Mobbing und die Verbreitung von Falschinformationen drastisch zurückfahren könnte. Der streitbare Unternehmer gibt sich als radikaler Vertreter des Rechts auf Redefreiheit und hat Twitter in der Vergangenheit vorgeworfen, die Meinungsfreiheit einzuschränken.

Quelle: ntv.de, kst/rts/AFP

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