Politik

"Völlig zerstören" Trump droht Nordkorea mit Vernichtung

Es ist die mit Spannung erwartete erste Rede von US-Präsident Trump vor der UN-Vollversammlung. Darin droht er dem nordkoreanischen Regime mit der vollen Wucht militärischer Stärke.

US-Präsident Donald Trump hat im Konflikt um das nordkoreanische Raketenprogramm mit dem massiven Einsatz des US-Militärs gedroht. Die USA würden das asiatische Land "völlig zerstören", wenn Pjöngjang nicht nachgebe, warnte Trump in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York. Die nordkoreanische Regierung verurteilte er als "verkommenes Regime".

Trump rief Nordkorea mit deutlichen Worten zur Räson. "Die Denuklearisierung ist der einzig gangbare Weg". Er bezeichnete Nordkorea als ein Land, das die Welt mit Atomwaffen bedrohe. "Die USA sind ein Land von großer Stärke und Geduld." Wenn die USA aber gezwungen würden, müssten sie Nordkorea zerstören. "Der Raketenmann ist auf einem selbstmörderischen Weg", sagte Trump in Bezug auf den nordkoreanischen Führer Kim Jong Un. "Wir müssen Kim isolieren", sagte er mit Blick auf die UN.

"Iran ist ein Schurkenstaat"

Scharfe Attacken ritt der 71-Jährige auch gegen den Iran. Das Land sei ein wirtschaftlich ausgelaugter Schurkenstaat und exportiere vor allem Gewalt. Man könne dieses mörderische Regime nicht so weitermachen lassen. "Mit seinem Öl bezahlt er die Hisbollah, den Bürgerkrieg im Jemen" und die Diktatur des syrischen Machthaber Baschar al-Assads. Der Iran müsse endlich die Rechte seiner Nachbarn akzeptieren und sich konsequent gegen jede Form von Terrorismus stellen.

Es gebe im Iran viele Menschen guten Willens, die einen Wechsel wollten. Sie müssten endlich gehört werden. Einmal mehr bezeichnete er internationale Atomabkommen als einen der schlechtesten Verträge, die jemals abgeschlossen worden seien. Das Abkommen sei eine Erniedrigung für die USA.

"Ich werde Amerika immer an erste Stelle stellen"

Zugleich wiederholte er seine Absicht wiederholt, die Außenpolitik an amerikanischen Interessen ausrichten zu wollen. "Als Präsident der Vereinigten Staaten werde ich Amerika immer an erste Stelle stellen", sagte er. Genauso sollten es auch andere Staats- und Regierungschefs tun. "Alle verantwortlichen Staatenlenker stehen in der Pflicht, ihren eigenen Bürgern zu dienen." Trump betonte in seiner Rede mehrmals das Prinzip der staatlichen Souveränität.

Starke und unabhängige Nationalstaaten würden die 193 Länder zählende Weltorganisation zum Erfolg führen, sagte Trump. Das Erreichen der UN-Ziele hänge an Staaten, die ihre Souveränität und ihren Friedenswillen lebten. Zur Rolle der USA sagte Trump: "Wir wollen unsere Art zu leben nicht jedem überstülpen." Man wolle aber ein leuchtendes Beispiel für jedermann sein. Frieden, Sicherheit und Souveränität seien für die Staaten der Erde die wichtigsten Ziele.

Nach Trump wurden am Dienstag unter anderem Reden von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und Israels Premier Benjamin Netanjahu erwartet.

Quelle: ntv.de, jwu/rpe/AFP/dpa