Politik

 "Massive Bombardierungen"Trump erwägt neue Angriffe gegen den Iran vor den Midterms

08.10.2026, 16:36 Uhr
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Ein konkretes Datum für den Beginn möglicher Angriffe soll es bisher nicht geben. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Führen die USA bald neue Militärschläge gegen den Iran aus? US-Medienberichten zufolge laufen die Vorbereitungen dafür bereits. Demnach steht eine endgültige Entscheidung von Präsident Trump aber noch aus.

US-Präsident Donald Trump erwägt übereinstimmenden Medienberichten zufolge neue Angriffe gegen den Iran noch vor den Midterms Anfang November. Wie unter anderem das Portal Axios unter Berufung auf US-Beamte berichtete, wies das Pentagon das Zentralkommando (Centcom) vor einigen Tagen an, Vorbereitungen für die Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen gegen den Iran abzuschließen.

Demnach enthielt die Anweisung kein konkretes Datum für den Beginn der Militäreinsätze, zudem soll Trump noch keine endgültige Entscheidung getroffen haben. Quellen aus den USA und Israel spekulieren jedoch, dass die Angriffe vor den US-Zwischenwahlen am 3. November und vor den israelischen Parlamentswahlen am 27. Oktober stattfinden könnten. Im Falle einer Wiederaufnahme größerer Angriffe könne man von "massiven Bombardierungen iranischer Energie-, Infrastruktur- und Energieanlagen" ausgehen, so ein Insider gegenüber Axios. Zuvor berichteten NBC News und die Zeitschrift "The Atlantic" über die Pläne in Washington.

Bei den Zwischenwahlen oder Midterms wählen die Amerikaner rund ein Drittel der Senatorinnen und Senatoren neu sowie das gesamte Repräsentantenhaus. Der Krieg ist unter den US-Bürgern unbeliebt, weil die Lebenshaltungskosten und Spritpreise infolge der Blockade der Straße von Hormus rasant nach oben geklettert sind. Eine militärische Eskalation könnte die ohnehin schon hohen Ölpreise noch weiter verteuern, nachdem diese bereits wegen des gestörten Rohstoffhandels in der Meerenge in den vergangenen Monaten gestiegen waren.

Aktuell prüft die Regierung in Teheran nach eigenen Angaben eine Antwort aus den USA. Man habe Washington einen "Sieben-Tage-Plan" übermittelt und eine Antwort erhalten - darauf wolle man in wenigen Tagen antworten, schrieb Außenminister Abbas Araghtschi auf seinem Telegramkanal. Laut Medienberichten hatte der Iran der US-Regierung einen Plan vorgelegt, wonach die Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen wieder geöffnet werden könne, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt seien. Dies habe Araghtschi am Rande der UN-Woche in New York gesagt, berichtete damals etwa die britische "Financial Times".

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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