Politik

Geheimdienst geht von Fake ausTrump glaubt nicht mehr an Drohnenangriff auf Putin-Residenz

05.01.2026, 08:02 Uhr
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Der behauptete Beleg für den angeblichen Angriff auf die Putin-Residenz: Reste einer Drohne. (Foto: picture alliance/dpa/Russian Defense Ministry Press Service)

Kurz vor Jahresende meldet Russland einen vereitelten Drohnenangriff auf die Residenz von Präsident Putin. Kiew stellt klar, damit nichts zu tun zu haben. US-Geheimdienste sehen keinerlei Belege. US-Präsident Trump erklärt nun ebenfalls, was er von der russischen Behauptung hält. Das klang zuvor anders.

US-Präsident Donald Trump geht nicht von einem Angriff der Ukraine auf die Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin aus. Er glaube nicht, dass dieser Angriff stattgefunden habe, sagte der Republikaner auf eine Nachfrage von Journalisten. Vor einer Woche hatte Trump nach einem Gespräch mit Putin den angeblich geplanten Angriff noch kritisiert.

Seit dem 29. Dezember behauptet Russland, dass die Ukraine versucht habe, die Waldai-Residenz Putins mit Kampfdrohnen anzugreifen. Russland präsentierte zudem angebliche Beweise für den Angriff, darunter Reste einer mutmaßlich ukrainischen Drohne. Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte von einem versuchten "Terroranschlag" gesprochen. Er sprach von insgesamt 91 ukrainischen Drohnen mit größerer Reichweite, die Russlands Flugabwehr abgeschossen habe.

Der ukrainische Auslandsgeheimdienst sprach von gefälschten Karten und Attrappen. Viele Experten bezweifeln ebenfalls, dass der von Russland geschilderte Angriff so stattgefunden hat. Kiew hatte die Attacke vehement bestritten. Putin hatte auch Trump über den angeblich geplanten Angriff informiert, der danach etwa sagte: "Das ist nicht gut."

Der US-Geheimdienst CIA hatte dann die Erkenntnis erlangt, dass die Ukraine weder Putin ins Visier genommen noch eine seiner Residenzen angegriffen hat, wie Medien wenige Tage später berichteten. Damit widersprach der Auslandsgeheimdienst den schweren Vorwürfen aus Moskau.

Die Ukraine sah in Moskaus Behauptung einen russischen Vorwand, den Krieg trotz laufender Verhandlungen um eine Friedenslösung weiter fortzusetzen und erneut auch Regierungsgebäude in Kiew angreifen zu wollen. So erklärte der Kreml dann auch, er hoffe auf Verständnis der USA, dass Russland nun seine Position bei den Verhandlungen überdenke.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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