Politik

Trotz Khashoggi-Mord Trump hält an Partnerschaft zu Riad fest

Nach dem Tod des Journalisten Khashoggi schränken zahlreichen Nationen ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu Saudi-Arabien ein, auch die USA verhängen Sanktionen. An der "unverbrüchlichen" Partnerschaft zu Riad will US-Präsident Trump aber festhalten.

US-Präsident Donald Trump hält trotz der Tötung des saudischen Journalisten und Regierungskritikers Jamal Khashoggi an der engen Partnerschaft mit Riad fest. Die USA blieben ein "unverbrüchlicher Partner" Saudi-Arabiens, erklärte Trump in Washington. Die Untersuchungen der US-Geheimdienste zu dem gewaltsamen Tod Khashoggis in Istanbul dauern nach seinen Angaben an.

Eine Mitwisserschaft des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman am Mord des Journalisten halte Trump zwar für möglich, aber nicht für bewiesen. "Es könnte sehr gut sein, dass der Kronprinz Kenntnis von diesem tragischen Vorfall hatte - vielleicht hatte er das und vielleicht hatte er das nicht!", hieß in der Mitteilung. Allerdings würden all die Fakten rund um dieses "inakzeptable und fürchterliche Verbrechen" vielleicht niemals ans Licht gekommen, fügte er hinzu. US-Zeitungen hatten am Freitag berichtet, der US-Geheimdienst CIA gehe davon aus, dass Prinz Mohammed die Ermordung Khashoggis in Auftrag gegeben habe.

Trump unterstrich erneut die Rolle Saudi-Arabiens als Verbündeter der USA gegen den Iran und als Wirtschaftspartner. Das Königreich sei ein "großartiger Partner in unserem sehr wichtigen Kampf gegen den Iran" gewesen, hob er hervor. Durch die von Riad zugesagten Investitionen in den USA in Höhe von 450 Milliarden Dollar (395 Milliarden Euro) würden Hunderttausende Arbeitsplätze geschaffen. Auch habe sich Riad sehr kooperativ in den Anstrengungen verhalten, die Ölpreise zu begrenzen, betonte der US-Präsident.

Khashoggi, der zuletzt als Kolumnist für die "Washington Post" gearbeitet hatte, war am 2. Oktober verschwunden, nachdem er Saudi-Arabiens Konsulat in Istanbul betreten hatte. Nach wochenlangen Dementis gab Saudi-Arabien unter internationalem Druck schließlich zu, dass Khashoggi in dem Konsulat zu Tode kam, stellte dies jedoch zunächst als Folge eines Streits dar. Erst später gab Riad indirekt zu, dass Khashoggi von Agenten des Königreichs vorsätzlich getötet wurde.

Quelle: n-tv.de, mba/AFP/dpa

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