Politik

Schäuble mahnt zu Gelassenheit "Trump kann nicht machen, was er will"

Charlottesville, Nordkorea-Krise, Handelsstreitigkeiten mit China: US-Präsident Trump poltert derzeit mehr, als dass er redet. Für Bundesfinanzminister Schäuble kein Problem: Man solle Trump nicht überbewerten, rät er.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat davor gewarnt, das häufig aggressive Auftreten von US-Präsident Donald Trump überzubewerten. Er sei zwar besorgt über die aktuelle Rhetorik der amerikanischen Seite, sagte Schäuble auf einer "Handelsblatt"-Veranstaltung. Aber die Aufteilung der Macht funktioniere in den USA immer noch.

"Auch ein Präsident mit der unglaublichen Machtfülle des amerikanischen Präsidenten kann nicht machen, was er will", betonte der Minister. Auch ein US-Präsident sei abhängig von anderen Institutionen wie Kongress und Justiz und müsse Rücksicht nehmen.

Schäuble fügte hinzu, es sei "schrecklich", was man derzeit an Kommunikation aus Amerika erlebe. Trumps Verhältnis zu Europa beschrieb der Minister als distanziert. "Er kümmert sich nicht so sehr um uns", sagte Schäuble weiter.

Trump hatte zuletzt insbesondere in der Nordkorea-Krise mit sehr scharfen Drohungen an die Adresse der Führung in Pjöngjang für Aufsehen gesorgt. Aber auch seine Reaktion auf die rechtsextremen Ausschreitungen in Charlottesville und in Richtung China das Thema Handel betreffend, hatten Kritiker auf den Plan gerufen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa