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"Hat einen lausigen Job gemacht" Trump legt nach Mueller-Anhörung nach

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Diesmal kann Donald Trump nicht schnell genug vor die Mikrofone treten.

(Foto: REUTERS)

Die stundenlange Anhörung von Ex-Russland-Sonderermittler Mueller ist beendet, doch die Reaktion von Donald Trump darauf lässt nicht lange auf sich warten. Der US-Präsident keilt in altbekannter Manier gegen den 74-Jährigen zurück.

US-Präsident Donald Trump hat sich nach der Anhörung von Ex-Russland-Sonderermittler Robert Mueller triumphierend gezeigt. "Das war ein sehr großer Tag für unser Land. Das war ein sehr großer Tag für die Republikanische Partei", sagte Trump vor Journalisten. "Und man könnte auch sagen, dass es ein großer Tag für mich war, aber das sage ich nicht gern."

Mueller bescheinigte Trump, einen "lausigen Job" gemacht zu haben. "Wenn man sich das Internet anschaut, war das einer der schlechtesten Auftritte in der Geschichte unseres Landes." Es sei ein "verheerender" Tag für die Demokraten gewesen.

Derweil wollen die Demokraten im US-Repräsentantenhaus vor dem möglichen Beginn eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump noch weitere Informationen sammeln. Man brauche dafür eine möglichst starke Anklage, sagte die demokratische Vorsitzende der Parlamentskammer, Nancy Pelosi. Es gebe noch wichtige anhängige Gerichtsverfahren. Die Anhörung von Mueller habe indes klar gezeigt, dass Trump versucht habe, die Justiz zu behindern, sagte Pelosi weiter.

Mueller hatte zuvor fast sieben Stunden vor Ausschüssen des Repräsentantenhauses ausgesagt und dabei deutlich gemacht, dass Trump nach den monatelangen Untersuchungen nicht komplett entlastet worden sei. Er verneinte bei seiner Anhörung vor dem US-Repräsentantenhaus mehrfach die Nachfrage, ob der Präsident durch die Ermittlungen vom Vorwurf der Justizbehinderung freigesprochen worden sei. Die Republikaner befragten den Ex-Sonderermittler dabei auf äußerst aggressive Weise. Mueller wirkte an manchen Stellen fahrig und nervös.

Trumpsche Stimmungsmache bereits vor Befragung

Der 74-Jährige hatte fast zwei Jahre lang untersucht, ob das Wahlkampflager von Trump geheime Absprachen mit russischen Regierungsvertretern zur mutmaßlichen Einmischung Moskaus in den US-Wahlkampf 2016 traf und ob Trump als US-Präsident später die Justizermittlungen behinderte. Ende März hatte Mueller seinen Abschlussbericht vorgelegt.

Trump hatte bereits vor Beginn der Befragung von Mueller unzählige Tweets versendet, in denen er seine Ablehnung der Untersuchung nochmals deutlich machte. Der Staatschef bezeichnete die Untersuchung zum wiederholten Mal als "größte Hexenjagd in der US-Geschichte". Zudem erneuerte Trump auch seine Darstellung, dass der Mueller-Bericht ihn weder der "Geheimabsprachen" mit Moskau noch der Behinderung der Justiz überführt habe.

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Quelle: n-tv.de, wne/dpa

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