Politik
US-Präsident Donald Trump und Kim Jong Un liefern sich seit Wochen einen verbalen Schlagabtausch.
US-Präsident Donald Trump und Kim Jong Un liefern sich seit Wochen einen verbalen Schlagabtausch.(Foto: AP)
Mittwoch, 11. Oktober 2017

Zeichen im Konflikt mit Kim: Trump plant Besuch der koreanischen Grenze

Im November reist US-Präsident Trump nach Asien. Dabei plant er offenbar auch einen Besuch der Demilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea. Die Gelegenheit will er nutzen, um Kim eine deutliche Botschaft mit auf den Weg zu geben.

Bei seinem Besuch in Panmunjeom wurde Rex Tillerson genauestens von nordkoreanischen Soldaten beobachtet.
Bei seinem Besuch in Panmunjeom wurde Rex Tillerson genauestens von nordkoreanischen Soldaten beobachtet.(Foto: dpa)

US-Präsident Donald Trump plant südkoreanischen Medienberichten zufolge einen Besuch der innerkoreanischen Grenze. Wie die Agentur Yonhap berichtet, steht die Demilitarisierte Zone (DMZ) zwischen Nord- und Südkorea auf der Besuchswunschliste des Politikers für seine bevorstehende Asienreise im November.

Die Demilitarisierte Zone um den 38. Breitengrad trennt seit Ende des Koreakriegs im Jahr 1953 die beiden Länder. In der Mitte der Zone verläuft die militärische Demarkationslinie, die eine der undurchdringbarsten Grenzen der Welt ist. Auf einer Breite von rund vier Kilometern sind militärische Stützpunkte und Aktionen eigentlich nicht zulässig - mit Ausnahme der militärischen Siedlung Panmunjeom.

In dem ehemaligen Dorf Panmunjeom, das auf der Grenze zwischen Nord- und Südkorea liegt, befindet sich das Hauptquartier der Kommission zur Einhaltung des Waffenstillstands zwischen den beiden Ländern. Sie besteht aus Vertretern der beiden Staaten, die sich offiziell noch im Krieg miteinander befinden.

Tillerson war schon in Panmunjeom

Angeblich soll Trump neben Panmunjeom einen weiteren Beobachtungsposten in der DMZ besichtigen wollen. Der Besuch sei ein Signal der Stärke, das Trump dem Yonhap-Bericht zufolge gewillt ist auszusenden. Die Agentur zitiert eine Quelle aus dem Umfeld Trumps, nach der dieser zudem eine verbale Botschaft an Kim richten wolle.

Trumps Besuch in Panmunjeom wäre der zweite eines Angehörigen seiner Administration. Im März nutzte Außenminister Rex Tillerson seinen Aufenthalt an dem symbolträchtigen Ort für eine Warnung an Kim Jong Un. Auch Trumps Vorgänger Barack Obama und Bill Clinton kamen zu einer Visite in den Jahren 2012 und 1993 nach Panmunjeom.

Quelle: n-tv.de

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