Politik

USA weiter im Teil-ShutdownTrump schließt Washingtons Kennedy Center für Umbau

02.02.2026, 02:34 Uhr
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Trump hatte bereits kurz nach seinem Amtsantritt mehrere Mitglieder des Kuratoriums des Kennedy Centers entlassen. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Erst tauft Donald Trump das Kennedy Center eigenmächtig um, nun will er das Kulturhaus in Washington umgestalten. Währenddessen legt der Teil-Shutdown erneut viele US-Behörden lahm. Doch der Sprecher des US-Repräsentantenhauses sieht ein baldiges Ende des US-Haushaltsstreits.

Ende 2025 hat US-Präsident Donald Trump dem Kennedy Center in Washington unter öffentlichem Protest seinen eigenen Namen hinzugefügt, jetzt will er das Kulturhaus nach seinen Wünschen umgestalten. Dafür solle das "Trump Kennedy Center" im Herzen der US-Hauptstadt im Juli für rund zwei Jahre schließen, kündigte der Republikaner bei Truth Social an. Trump wolle aus dem Haus "den besten Ort für Musik, Kunst und Entertainment weltweit" machen. Die US-Regierung betonte immer wieder, dass der Komplex in einem schlechten Zustand und renovierungsbedürftig sei.

In dem prunkvollen Bau des Kennedy Centers am Potomac-Fluss werden traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik gezeigt. Das Haus wurde nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy benannt. Im Dezember wurde Trumps Name offiziell hinzugefügt, was zu Protesten geführt hatte. Mehrere Künstler und Gruppen sagten ihre Auftritte ab.

Trump hatte bereits kurz nach seinem Amtsantritt mehrere Mitglieder des Kuratoriums des Kennedy Centers entlassen und selbst den Vorsitz übernommen. Der frühere US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, wurde dabei zum Präsidenten ernannt.

Unterdessen zieht sich der Teilstillstand von US-Regierungsgeschäften wegen fehlender Finanzierung wohl noch bis mindestens morgigen Dienstag, wie der Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, dem US-Sender NBC News sagte. Am Samstag begann der sogenannte Shutdown. Das bedeutet, dass viele Behörden kein Geld mehr bekommen, weil die Anschlussfinanzierung fehlt. Anders als beim längsten Shutdown der US-Geschichte, der im November nach 43 Tagen endete, sind dieses Mal weniger Ministerien betroffen.

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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