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"Großvater aller Deals" Trump stellt Einigung mit China in Aussicht

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Seit über einem Jahr befinden sich die beiden Volkswirtschaften im Handelsstreit.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am Vortag noch kritisiert US-Vizepräsident Pence die europäischen Nato-Partner für ihre Handelsbeziehungen zu China. Heute ertönen bereits andere Klänge aus Washington. Der Handelskrieg zwischen den USA und China soll schon in vier Wochen beendet sein.

Im Handelsstreit zwischen den USA und China hat US-Präsident Donald Trump erneut Hoffnungen auf eine rasche Lösung geschürt. "Wir sind nah dran, einen Deal zu machen", sagte Trump vor einem Treffen mit dem chinesischen Verhandlungsführer Liu He im Weißen Haus. Bei den Verhandlungen würden in einem "schnellen Tempo" Fortschritte erzielt. Allerdings sei ein Abkommen weiterhin nicht garantiert, bevor nicht alle Streitpunkte aus dem Weg geräumt seien. Innerhalb der nächsten rund vier Wochen "könnte etwas sehr Monumentales verkündet werden", sagte Trump.

Auch Chinas Präsident Xi Jinping sah die Handelsgespräche auf einem guten Weg. Es seien "substanzielle Fortschritte" gemacht worden, erklärte Xi Jinping in einer Nachricht, die von Liu He an Trump übermittelt wurde. Der chinesische Staatschef wünschte sich darin, dass die Verhandlungen über den Vertragstext so schnell wie möglich abgeschlossen werden. Liu He ist der Chefunterhändler der chinesischen Delegation, die zu der jüngsten Gesprächsrunde nach Washington gereist war.

Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt stecken seit rund einem Jahr in einem Handelskonflikt und überzogen sich seitdem mit Strafzöllen auf Waren in einem Gesamtwert von mehr als 360 Milliarden Dollar. Ursprünglich hatte das Weiße Haus das Ziel ausgegeben, schon Ende März bei einem Gipfeltreffen von Trump mit Chinas Präsident Xi Jinping ein Abkommen zu unterzeichnen.

Trump sagte, das mögliche Handelsabkommen mit China könnte eine der umfassendsten Vereinbarungen werden, die jemals abgeschlossen worden seien. "Das ist der Großvater von allen. Wir werden sehen, ob es passiert. Es gibt eine sehr, sehr gute Chance, dass es passiert. Ich denke, es wäre für beide Länder großartig." Er fügte hinzu, man sei sich bei einigen der schwierigsten Themen einig geworden. Insgesamt seien mehr Punkte ausgeräumt worden als noch offen seien. Wenn ein Abkommen zustande komme, dann werde es ein Gipfeltreffen mit Xi Jinping geben.

"Alles ist abgedeckt"

Vor dem Treffen mit Liu verkündete der US-Präsident: "Wenn es kein großartiges Abkommen ist, dann werden wir es nicht machen." Es laufe aber sehr gut. Eine Vereinbarung werde alle Fragen abdecken – auch zu Technologie und dem Diebstahl geistigen Eigentums. "Alles ist abgedeckt. Es gibt nichts, das nicht abgedeckt ist", so Trump.

Die USA und China liefern sich seit Monaten eine beispiellose Handelsauseinandersetzung. Die Vereinigten Staaten haben Sonderzölle auf Waren aus China im Wert von mehr als 250 Milliarden Euro erhoben. China reagierte mit Vergeltungszöllen. Seit Wochen pendeln Delegationen beider Länder zwischen Peking und Washington hin und her, um nach einer Lösung in dem Konflikt zu suchen und über ein Handelsabkommen zu verhandeln.

Die USA fordern mehr Marktzugang in China, eine Verringerung des US-Handelsdefizits sowie einen besseren Schutz gegen Produktpiraterie und zwangsweisen Technologietransfer für in China tätige US-Unternehmen. Auch stoßen sich die USA an staatlicher Förderung chinesischer Firmen, die den Markt verzerre.

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Quelle: n-tv.de, lou/AFP/rts

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