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Mehrere Gespräche mit Selenskyj Trump stellt weiteres Protokoll in Aussicht

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US-Präsident wird am Dienstag "wahrscheinlich" das Protokoll eines Gesprächs mit dem ukrainischen Präsidenten Seleskyj veröffentlichen.

(Foto: picture alliance/dpa)

In einem Telefonat ermuntert US-Präsident Trump seinen ukrainischen Kollegen Seleskyj zu Ermittlungen gegen Konkurrenten Biden. Es ist offenbar nicht der einzige Austausch. Trump will das Protokoll eines weiteren Telefonats veröffentlichen.

US-Präsident Donald Trump hat die Freigabe einer Mitschrift eines weiteren Telefonats mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj angekündigt. "Wahrscheinlich" werde es am Dienstag herausgegeben, sagte Trump auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews nahe der US-Hauptstadt Washington, D.C. Ein Telefonat zwischen den beiden Präsidenten von Ende Juli steht im Zentrum der Ukraine-Affäre, wegen der die US-Demokraten Ermittlungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump führen.

Von dem Gespräch wurde bereits im September ein Protokoll veröffentlicht, das das Telefonat aber nicht wortwörtlich wiedergibt. Daraus geht dennoch hervor, dass der US-Präsident Selenskyj zu Ermittlungen ermunterte, die Trumps Gegner Biden von den Demokraten schaden könnten. Trump wirft Biden und dessen Sohn Korruption vor. Hunter Biden war bis vergangenen April bei einem ukrainischen Gaskonzern tätig, gegen den zeitweise ermittelt wurde. Joe Biden gehört zu den aussichtsreichsten Bewerbern um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bei der Wahl im November 2020, bei der Trump für die Republikaner zur Wiederwahl antritt.

Es gab mehrere Telefonate

Das Gespräch Ende Juli war nicht das einzige Telefonat zwischen den beiden Staatschefs. Sie sprachen auch im April nach der Wahl Selenskyjs, wie Trump zuletzt bestätigt hatte. Um den Inhalt dieses Gesprächs soll es bei der von Trump angekündigten Veröffentlichung gehen.

Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus werfen Trump vor, sein Amt missbraucht zu haben, damit sich Kiew zu seinen Gunsten in den US-Wahlkampf einmischt. Trump weist die Vorwürfe zurück und spricht immer wieder von einer "Hexenjagd".

Im Zuge der Ermittlungen der Demokraten sprach der geschäftsführende US-Botschafter in Kiew, William Taylor, in seiner Aussage auch von einem Telefonat zwischen Trump und Selenskyj am 28. Juni. Der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, hatte nach Darstellung Taylors darauf gedrungen, dass bei diesem Telefonat nicht alle Regierungsmitarbeiter, die üblicherweise bei solchen Gesprächen mithörten, dabei seien. Außerdem habe Sondland darauf gepocht, dass es keine Mitschrift von dem Gespräch gebe.

Quelle: n-tv.de, uzh/dpa

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