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Keine Eile bei Denuklearisierung Trump übt sich für Nordkorea in Geduld

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US-Präsident Trump vertraut auf die Vereinbarung, die er mit Nordkoreas Staatschef Kim im vergangenen Jahr getroffen hat.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der nordkoreanische Machthaber Kim genießt offensichtlich das Vertrauen von US-Präsident Trump. Denn Letzterer gibt sich ganz gelassen, was die nukleare Abrüstung des ostasiatischen Staates anbelangt. Doch das könnte sich schnell wieder ändern.

US-Präsident Donald Trump hält an seinem Ziel einer vollständigen atomaren Abrüstung Nordkoreas fest, sieht dabei derzeit aber keine Eile geboten. Vor seinem zweiten Gipfel mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sagte Trump im Weißen Haus, er gehe davon aus, dass es letztlich zu einer kompletten Denuklearisierung Nordkoreas kommen werde. Solange das Land aber auf Raketentests verzichte, "gibt es keine Eile".

Sollte Nordkorea hingegen wieder Raketentests aufnehmen, verändere das die Lage. Trump und Kim kommen nächste Woche in Hanoi zu ihrem zweiten Gipfel zusammen. Trump sagte, er habe am heutigen Dienstag mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In über das bevorstehende Treffen mit Kim in Vietnam gesprochen. Am Mittwoch wolle er darüber mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe reden.

Trump verwies auf das nach seinen Worten große wirtschaftliche Potenzial Nordkoreas, das bei einer Beendigung des Konflikts um das Atomwaffenprogramm und der internationalen Isolation des Landes entfaltet werden könne: "Ich denke wirklich, Nordkorea kann eine gewaltige Wirtschaftsmacht sein, wenn das gelöst wird."

Trump und Kim waren im Juni vergangenen Jahres in Singapur zu ihrem ersten Gipfel zusammengekommen. Dort betonte Kim zwar seine grundsätzliche Bereitschaft zur "kompletten Denuklearisierung", also zur atomaren Abrüstung. Es gab aber keine konkreten Zusagen, bis wann Nordkorea sein Atomwaffenarsenal abrüsten will und wie die Gegenleistungen der USA aussehen könnten.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa

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