Politik

Neue Vorwürfe gegen Kavanaugh Trump verteidigt umstrittenen Richter

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Kavanaugh bei seiner Vereidigung. Präsident Trump glaubt an die Unschuld des Supreme-Court-Richters.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mehrere Opfer werfen Brett Kavanaugh sexuellen Missbrauch vor. Trotzdem wird er in den Kreis der mächtigsten US-Richter, den Supreme Court, berufen. Neue Vorwürfe flammen die Diskussion um ihn wieder auf. Präsident Trump stellt sich damals wie heute hinter Kavanaugh.

US-Präsident Donald Trump hat wütend den umstrittenen Supreme-Court-Richter Brett Kavanaugh gegen einen neuen Vorwurf sexuellen Fehlverhaltens verteidigt. Trump schrieb auf Twitter, "radikale linke Demokraten" und die Medien seien "wieder hinter Kavanaugh her und redeten laut über ihr Lieblingswort Amtsenthebung".

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Ein ehemaliger Kommilitone an der US-Eliteuniversität Yale gibt an, Kavanaugh habe sich bei einer Erstsemester-Party entblößt, dann hätten andere Studenten dessen Genitalien in die Hand einer Studentin gedrückt. Der Vorwurf wurde am Wochenende von der "New York Times" veröffentlicht. Der Zeitung zufolge hatte der Ex-Kommilitone den Vorwurf bereits während des Nominierungsverfahrens von Kavanaugh zum Obersten Richter gegenüber dem FBI geäußert. Diesem sei jedoch nicht nachgegangen worden.

Die "New York Times" greift außerdem einen Vorfall auf, bei dem Kavanaugh - ebenfalls während seiner Studienzeit in Yale - seiner damaligen Kommilitonin Deborah Ramirez auf einer Party seinen entblößten Penis entgegen gestreckt haben soll. Kavanaugh bestreitet die Vorwürfe.

Trump fordert Justiz zum Handeln auf

Gegen Kavanaugh hatte es während seines Nominierungsverfahrens gravierende Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs von Frauen gegeben. Der ohnehin wegen seiner erzkonservativen Ansichten umstrittene Richter war deshalb erst nach einer langen und erbittert geführten Debatte zwischen Demokraten und Republikanern im Oktober 2018 zum Obersten Richter ernannt worden.

"Er ist ein unschuldiger Mann, der schrecklich behandelt wurde", twitterte Trump nach dem neuen Vorwurf. "Solche Lügen über ihn. Sie wollen ihm Angst machen, damit er liberal wird." Trump riet Kavanaugh, mit rechtlichen Schritten gegen die Anschuldigung vorzugehen, und schlug vor, dass das Justizministerium ihm "zu Hilfe kommen" sollte.

Mehrere Demokraten forderten dagegen eine Untersuchung des neuen Vorwurfs. Unter ihnen ist Julian Castro, ehemaliger Wohnungsbauminister und Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten.

Quelle: n-tv.de, ibu/AFP