Politik

Zu Gesprächen mit Kim bereit Trump will Nordkorea vorerst nicht angreifen

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Ein Treffen mit Kim? Prinzipiell ist Trump dazu bereit.

(Foto: AP)

Süd- und Nordkorea führen Gespräche. In dieser Zeit wollen die USA nach Angaben ihres Präsidenten nicht militärisch in den Konflikt eingreifen. Trump stellt zudem erneut ein Treffen mit Diktator Kim in Aussicht - unter Bedingungen.

Die USA schließen eine Militäraktion im Korea-Konflikt nach Angaben Südkoreas vorerst aus. US-Präsident Donald Trump habe seinem südkoreanischen Kollegen Moon Jae In zugesagt, militärisch nicht einzugreifen, solange der Dialog zwischen Norden und Süden anhalte, teilte das Präsidialamt in Seoul mit.

Zudem bekräftigte Trump in einem Telefonat mit Moon nach Angaben beider Seiten, er sei zu Gesprächen mit der nordkoreanischen Führung bereit, wenn die Situation und die Zeit dafür reif seien. Bereits am Samstag hatte sich Trump offen für einen direkten Kontakt mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un gezeigt. Auch Moon hatte zuletzt erklärt, "unter den richtigen Bedingungen" zu einem Treffen mit Kim bereit zu sein.

Trump und Moon verständigten sich auch darauf, den Druck auf Nordkorea hochzuhalten. "Die beiden Staatsmänner unterstrichen die Bedeutung, die Strategie des maximalen Drucks auf Nordkorea aufrechtzuhalten", hieß es in einer in Washington verbreiteten Mitteilung des Weißen Hauses. Moon habe Trump über die Ergebnisse der direkten Gespräche zwischen Nordkorea und Südkorea am Dienstag in Kenntnis gesetzt, hieß es.

Vertreter Nord- und Südkoreas hatten sich am Dienstag erstmals seit gut zwei Jahren wieder zu einem Gespräch getroffen. Die russische Nachrichtenagentur Ria zitierte den nordkoreanischen Botschafter in Moskau mit den Worten, die Verbesserung der Beziehungen zu Südkorea sei die Hauptaufgabe dieses Jahres.

IOC-Treffen am 20. Januar

Trump und Moon seien sich einig, dass die Gespräche zwischen den beiden koreanischen Staaten nach den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang zu Gesprächen zwischen den USA und Nordkorea über eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel führen könnten, teilte das südkoreanische Präsidialamt mit. Allerdings lehnt Pjöngjang eine Aufgabe des Atomprogramms vehement ab. Weiter habe Trump angekündigt, dass Vizepräsident Mike Pence die US-Delegation bei den Olympischen Spielen im Februar anführen werde.

Als Zeichen der Entspannung im Konflikt über die Atom- und Raketentests Nordkoreas hat das Land seine Teilnahme an den Olympischen Spielen im Nachbarland angekündigt. Am 20. Januar sollen beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Lausanne unter Leitung von IOC-Präsident Thomas Bach Gespräche über die Modalitäten der Teilnahme stattfinden, teilte das IOC mit.

Dabei gehe es unter anderem um die Zahl der Athleten sowie Protokollfragen, etwa, ob Nordkorea mit eigener Flagge und Nationalhymne antreten wird. Die südkoreanische Seite hatte vorgeschlagen, dass Mannschaften beider Länder bei der Eröffnungs- und Schlussfeier der Winterspiele gemeinsam einmarschieren.

Quelle: ntv.de, mli/rts/dpa