Politik

Schachzug vor den US-Wahlen Trump zwingt Marriott zum Kuba-Rückzug

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Das Four Points Sheraton war in der Hauptstadt Havanna vor vier Jahren das erste US-Hotel.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Unternehmen Starwood Hotels, heute im Besitz von Marriott, war die erste US-Hotelkette, die einen Vertrag mit Kuba unterschrieb. Jetzt ordnet Washington an, den Betrieb dort einzustellen. Mit diesem Schachzug erhofft sich Trump letztlich mehr Wählerstimmen der großen kubano-amerikanischen Gemeinde.

Die US-Regierung hat Marriott angewiesen, den Hotelbetrieb im kommunistischen Kuba und damit ein Symbol der Annäherung zwischen beiden Ländern zu beenden. Der Betrieb des Four-Points-Sheraton-Hotels in der Hauptstadt Havanna müsse auf Anordnung des Finanzministeriums in Washington bis zum 31. August eingestellt werden, sagte eine Sprecherin der Hotelkette.

Das Unternehmen Starwood Hotels, das heute im Besitz von Marriott ist, war vor vier Jahren die erste US-Hotelkette, die seit der Revolution 1959 einen Vertrag mit Kuba unterzeichnete. Vorausgegangen waren Bemühungen des damaligen US-Präsidenten Barack Obama, die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu normalisieren.

US-Präsident Donald Trump lehnt dies ab. Seine Regierung hat das jahrzehntealte Handelsembargo gegen Kuba verschärft und angekündigt, man wolle die Insel zu demokratischen Reformen zwingen. In der großen kubano-amerikanischen Gemeinde im US-Bundesstaat Florida könnte dies Trump Wählerstimmen sichern. Der Staat gilt als entscheidend für seine Wiederwahlaussichten im November.

Quelle: ntv.de, can/dpa