Politik

Nicht mal er nutzt sie Trumps Plattform Truth Social ist ein Flop

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Er verkauft das Projekt natürlich dennoch als Erfolg: Donald Trump.

(Foto: picture alliance / newscom)

Lange ist Twitter das wichtigste Sprachrohr für Donald Trump. Doch nach dem Sturm seiner Anhängerschaft auf das Kapitol sperrt ihn die Plattform. Trotzig kündigt der Ex-US-Präsident an, nun ein eigenes Netzwerk zu erschaffen. Doch sein Dienst Truth Social ist bislang ein Rohrkrepierer.

Truth Social soll eigentlich eine Konkurrenz zu Twitter und Co. werden. Aktuell sieht es aber so aus, als ob Donald Trumps neues Social-Media-Netzwerk lediglich ein Strohfeuer ist.

So schreibt etwa "The Guardian", Truth Social sei fast einen Monat nach dem Start "zur Lachnummer geworden". Die Gründe, die die Zeitung dafür nennt, sind eine verpfuschte Markteinführung und ein Kursverfall. Zudem sei Trump ein "Aushängeschild, das nicht wirklich viel auf seiner eigenen Social-Media-Plattform postet".

Mit der Markteinführung am 21. Februar sollte Truth Social durchstarten. Zahlreiche User hätten zu diesem Zeitpunkt aber nicht auf die App zugreifen können, erläutert "The Guardian". Sogar Trump selbst teilte bisher lediglich einen Post auf der Plattform. Darin forderte er die Menschen auf: "Macht euch bereit!" Wenig später postete Donald Trumps Sohn Donald Trump Jr. diese Nachricht auch auf Twitter und fügte hinzu: "Time for some Truth!" ("Zeit für etwas Wahrheit").

300.000 Zugriffe pro Tag

Laut "Daily Beast" soll der ehemalige US-Präsident inzwischen unglücklich darüber sein, dass Truth Social bei den Usern nicht beliebter ist. Anfang März verzeichnete das Netzwerk dem Bericht zufolge durchschnittlich nur 300.000 Zugriffe pro Tag.

Dabei soll Truth Social vom 21. bis 23. Februar die am häufigsten heruntergeladene App in Apples App Store gewesen sein. Offenbar hielt das Interesse aber nur kurz an. Allerdings sollen sich noch viele interessierte User auf einer Warteliste befinden. Außerdem ist die App bisher nur für Apple-Geräte verfügbar.

"Ein unglaublicher Erfolg"

Donald Trump reagierte mit Truth Social auf seinen Ausschluss von den gängigen Plattformen. Twitter, das Trump während seiner Präsidentschaft intensiv als Sprachrohr benutzte, verbannte ihn am 8. Januar 2021. Facebook hat Trump ebenfalls gesperrt. Zuvor, am 6. Januar 2021, hatten Anhänger des abgewählten Präsidenten das Kapitol in Washington gestürmt.

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Ob Trump mit Truth Social noch durchstarten kann, wenn die Probleme im Griff sind, ist unklar. Ein anderes Projekt des Unternehmers, der von 2017 bis 2021 US-Präsident war, verlief bereits im Sand: Trump rief im Mai 2021 vorübergehend den eigenen Kurznachrichten-Blog "From the Desk of Donald J. Trump" ins Leben. Nach nur einem Monat wurde die Plattform wieder offline genommen.

Bei einem Auftritt in Orlando erklärte Trump laut "Daily Beast", der Start von Truth Social sei noch im Gange. Es sei ein langsamer Prozess, aber "ein unglaublicher Erfolg". Fragt sich nur, weshalb Trump dann seine eigene App nicht selbst häufiger nutzt.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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