"Nicht mal richtige Toiletten"Trumps neue Sprecherin irritiert mit China-Kommentar

Nach einem holprigen ersten Auftritt und einem vorgetäuschten Anwaltstitel sorgt Trumps neue Sprecherin erneut für Wirbel. In einem Interview äußert Katie Zacharia Zweifel an der Wirtschaftsstärke Chinas - mit eigenwilliger Begründung.
Die neue Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, sorgt weiter für Schlagzeilen. In einem Interview sagte Zacharia am Donnerstag, China habe keine "richtigen Toiletten" - ein Satz, der bei der aufstrebenden Wirtschaftsmacht für wenig Begeisterung sorgen dürfte.
Die Trump-Sprecherin erinnerte im Interview mit dem rechten Influencer Jack Posobiec daran, dass 2016 die Erwartung gewesen sei, dass China die USA bald überholen werde. "Uns allen wurde gesagt, dass Hillary (Clinton) die Präsidentschaftswahl gewinnt. Dass die goldenen oder glorreichen Tage Amerikas vorbei sind. Dass China das nächste Land am Horizont ist."
Sie sei damals gerade aus China zurückgekehrt und habe sich gefragt: "Wie soll China das nächste Land am Horizont sein? Sie haben nicht einmal richtige Toiletten."
Verpatzter erster Auftritt
Die 41-jährige Zacharia, die in der Vergangenheit in China gelebt hat, hatte am Dienstag ihr Debüt im Presseraum des Weißen Hauses gegeben. Der Auftritt dauerte nur knapp 15 Minuten, die Trump-Sprecherin beantwortete nur die Fragen von drei Journalisten rechtsgerichteter Medien - und sorgte mit einem Versprecher für Gelächter, als sie von "meinem Präsidenten, Entschuldigung, meinem Ehemann" sprach.
Für Schlagzeilen sorgte Zacharia außerdem, weil sie sich als Anwältin bezeichnet, obwohl die studierte Juristin in den USA offenbar nie eine Anwaltsprüfung bestanden hat. Die frühere Fox-News-Kommentatorin ist Nachfolgerin der zurückgetretenen Sprecherin Karoline Leavitt.
Zuvor arbeitete Zacharia unter anderem für Trump Media and Technology - die Gruppe hinter der Truth-Social-Plattform des Präsidenten. Die Anhängerin von Trumps Bewegung Make America Great Again (Macht Amerika wieder großartig), kurz Maga, übernimmt die Kommunikationsrolle im Weißen Haus zu einem Zeitpunkt, an dem Trumps Republikanern laut Umfragen schwere Niederlagen bei den im November anstehenden Kongresswahlen drohen.
