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Mit schweren Waffen hat die Türkei in die Kämpfe in Syrien auf Seiten verbündeter Milizen eingegriffen.
Mit schweren Waffen hat die Türkei in die Kämpfe in Syrien auf Seiten verbündeter Milizen eingegriffen.(Foto: AP)
Mittwoch, 29. März 2017

Operation "Euphrat-Schild": Türkei erklärt Einsatz in Syrien für beendet

Mit der Operation "Euphrat-Schild" greift die Türkei massiv mit Bodentruppen in den syrischen Bürgerkrieg ein, um den IS und die Kurden von der türkischen Grenze zurückzudrängen. Nun heißt es, der Einsatz ist abgeschlossen. Doch wichtige Fragen bleiben offen.

Die Türkei beendet nach eigenen Angaben ihren Militäreinsatz im Norden Syriens. Der nationale Sicherheitsrat unter Führung von Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte, die Offensive sei "erfolgreich abgeschlossen" worden. Unklar blieb, ob die Türkei ihre Soldaten aus dem Nachbarland abziehen wird.

"Die Operation Euphrat-Schild ist zu Ende", sagte Regierungschef Binali Yildirim nach der Sitzung des Sicherheitsrates, wie die Agentur Anadolu berichtete. Yildirim schloss weitere Einsätze der türkischen Armee in Syrien nicht aus.

Die türkische Armee war im vergangenen August im Norden des Nachbarlandes interveniert, um die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat von der türkischen Grenze zurückzudrängen. Die Soldaten kämpften dabei gemeinsam mit verbündeten syrischen Milizen.

Im Visier hatte die türkische Armee aber auch die syrisch-kurdischen Volksverteidigungseinheiten, die eng mit der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans verbunden sind. Die Regierung in Ankara betrachtet die PKK und die YPG als terroristische Vereinigungen.

Quelle: n-tv.de