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Heftige Luftangriffe in Syrien Türkei tötet zahlreiche Assad-Soldaten

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Seit Wochen bombardiert die türkische Luftwaffe Dörfer und Städte in Nordsyrien.

(Foto: REUTERS)

Im syrischen Bürgerkrieg kommt es immer öfter zu direkten tödlichen Auseinandersetzungen zwischen der Türkei und Truppen des syrischen Machthabers Assad. Bei türkischen Bombardierungen in Nordsyrien kommen fast 40 regimetreue Soldaten ums Leben.

Türkische Luftangriffe haben Menschenrechtlern zufolge mindestens 36 Regierungskämpfer in der Region Afrin im Nordwesten Syriens getötet. Dutzende weitere Einheiten würden unter den Trümmern von Häusern vermutet, berichtete die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Die Bombardierungen im Nordosten Afrins seien die heftigsten gewesen, seit die Einheiten von Präsident Baschar al-Assad vor knapp zwei Wochen in das Gebiet eingerückt waren. Die Angriffe am Samstag hätten sich gegen das Dorf Kfar Dschanna gerichtet.

Es sei das dritte Mal innerhalb von 48 Stunden gewesen, dass die türkische Armee Stellungen der Regierungstruppen bombardierte. Bereits am Freitag waren nach Angaben der Beobachtungsstelle bei einem Luftangriff auf das Dorf Dschamma 14 regierungstreue Milizionäre zu Tode gekommen. Für Medien sind die Zahlen der Organisation, die ihren Sitz in London hat, meist nicht zu überprüfen.

Kämpfe trotz UN-Forderung nach Waffenruhe

Die türkische Armee geht seit Januar mit verbündeten syrischen Rebellen in Afrin gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) vor. Die Türkei betrachtet die Präsenz der YPG an ihrer Grenze als Bedrohung, da die Gruppe eng mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbunden ist, die seit Jahrzehnten gegen den türkischen Staat kämpft. Auf Bitten der kurdischen Regionalverwaltung entsandte die syrische Regierung kürzlich Truppen, um der YPG zu Hilfe zu kommen.

Die Kämpfe in der Region gehen trotz der Forderung des UN-Sicherheitsrates nach einer 30-tägigen Waffenruhe weiter. Die türkische Führung hatte klargemacht, dass die verabschiedete Resolution ihrer Ansicht nach nicht für den Konflikt in Afrin gilt.

Quelle: n-tv.de, kst/dpa/AFP

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