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Ausbildungsstart in Russland Türkische Soldaten trainieren an S-400

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Laut türkischen Angaben hat die Ausbildung am S-400-System in Russland begonnen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Türkei will das russische Raketenabwehrsystem S-400 kaufen. Den USA ist der Deal des Nato-Mitglieds ein Dorn im Auge. Trotz der Spannungen starten nun türkische Soldaten ihre Ausbildung am Waffensystem.

Trotz Kritik der USA hat die Ausbildung türkischer Soldaten am russischen Raketenabwehrsystem S-400 begonnen. Dazu seien Mitglieder der Streitkräfte nach Russland gereist, sagte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. "Das wird auch in den kommenden Monaten weitergeführt", sagte er. Zahlen nannte Akar nicht. Von russischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung.

Der geplante Kauf der S-400 belastet die amerikanisch-türkischen Beziehungen schwer. Washington fürchtet, dass Russland über das Abwehrsystem an sensible Daten über die Fähigkeiten der Kampfjets vom Typ F-35 gelangen könnte, die die Türkei von den USA erwerben will. Wegen des Streits um die S-400 hat die US-Regierung zuletzt die Auslieferung von Material für die F-35-Kampfjets an Ankara gestoppt. Die US-Regierung will der Türkei ihr Flugabwehrraketensystem Patriot verkaufen. Akar sagte, dass Ankara diesbezüglich weiter mit Washington verhandele und seit Ende März ein neues Angebot vorliege.

Die Türkei hatte bisher kritisiert, dass das Patriot-Angebot aus den USA schlechter sei als das aus Russland für die S-400 und es zudem keine Verkaufsgarantie biete. Die türkische Regierung betont außerdem immer wieder, dass das Geschäft mit Russland abgeschlossen sei. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte der Agentur Interfax zufolge, dass Moskau weiter davon ausgehe, dass der Verkauf wie geplant über die Bühne gehe. Zugleich kritisierte er ein zweiwöchiges Ultimatum Washingtons für Ankara, die geplante Anschaffung zu überdenken. "Wir sehen Ultimaten insgesamt negativ. Halten sie für nicht zulässig", sagte Peskow.

Die S-400-Systeme sollen Ziele wie zum Beispiel Bomber und Raketen im Luftraum vernichten. Die Abwehranlagen sind vor allem in Russland stationiert. Die Türkei soll ihre vier Divisionen für einen Gesamtpreis von 2,5 Milliarden US-Dollar, rund 2,23 Milliarden Euro, im Sommer erhalten. Eine Division hat zwölf Startanlagen mit je vier Raketen.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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