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Opfer "vorsätzlicher Tötung" UN-Expertin zieht Bilanz im Khashoggi-Mord

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Khashoggi war im Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul getötet worden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Fast vier Monate nach dem Mord an dem saudischen Journalisten Khashoggi untersucht eine UN-Berichterstatterin den Fall in der Türkei. Gesammelte Hinweise sollen ergeben haben: Die Drahtzieher der Tat sitzen in Riad.

Die UN-Sonderberichterstatterin Agnès Callamard hat Vertreter Riads für den Mord an dem saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi verantwortlich gemacht. Sie habe Beweise gesammelt, wonach Khashoggi das Opfer einer "brutalen und vorsätzlichen Tötung" geworden sei - "geplant und ausgeführt von Vertretern des saudi-arabischen Staates", erklärte die UN-Sonderberichterstatterin für außergerichtliche Hinrichtungen, Agnès Callamard nach einem Besuch in der Türkei. Der Mord verlange die "dringliche Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft, einschließlich der UNO".

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Agnes Callamard ist Berichterstatterin der Vereinten Nationen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Callamard war Ende Januar in die Türkei gereist und hatte sich dort unter anderem mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu getroffen. Sie verurteilte den Missbrauch der diplomatischen "Immunität" durch manche Saudis, um "ungestraft" einen Mord zu begehen.

Die saudi-arabische Führung steht seit Khashoggis Tod international unter Druck. Der regierungskritische Journalist war Anfang Oktober im Konsulat des Königreichs in Istanbul von einem extra angereisten 15-köpfigen Kommando erwürgt und zerstückelt worden; seine Leiche wurde nie gefunden.

Nach Darstellung der Führung in Riad ordneten der inzwischen entlassene Vize-Geheimdienstchef Ahmed al-Assiri und der königliche Medienberater Saud al-Kahtani den Einsatz an. Kronprinz Mohammed bin Salman sei nicht informiert gewesen, hieß es. Doch bleibt der Verdacht, dass er der eigentliche Verantwortliche ist.

Quelle: n-tv.de, jki/AFP

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