Politik

Gültig ab sofortUS-Luftfahrtbehörde warnt vor Flügen über Mexiko und Südamerika

17.01.2026, 00:48 Uhr
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Eine Serie von Warnungen der FAA lässt Fragen über mögliche weitere Militäreinsätze der USA aufkommen. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Airlines sollen bei Flügen über Mittel- und Südamerika vorsichtig sein, rät die US-Luftfahrtbehörde. Der Grund: mögliche "militärische Aktivitäten". Was genau dahintersteckt, ist unklar.

Zwei Wochen nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela warnt die US-Luftfahrtbehörde FAA Piloten bei Flügen über Mexiko sowie Teilen von Mittel- und Südamerika. Wegen Militäraktivitäten und möglicher Störungen für Navigationssysteme sollten US-Fluggesellschaften besonders vorsichtig bei Flügen in der Region über dem Pazifischen Ozean und über dem Golf von Kalifornien sein, hieß es in mehreren Hinweisen der Behörde.

Um welche militärischen Aktivitäten es sich dabei konkret handelt, blieb unklar. Die Warnungen betreffen unter anderem Gewässer vor Mexiko, Kolumbien, Panama und Ecuador und gelten ab sofort zunächst für 60 Tage. Es gebe "potenzielle Risiken für Flugzeuge in jeder Flughöhe, während des Reiseflugs sowie in der Lande- und Startphase", sagte ein Sprecher. Seit viele US-Kriegsschiffe und Militärflugzeuge in Lateinamerika eingesetzt sind, häufen sich die Hinweise der US-Behörde für Piloten.

In den letzten Tagen hatte sich die US-Regierung nicht weiter zu möglichen Militäroperationen in Mittel- und Südamerika geäußert. Am 8. Januar hatte Präsident Donald Trump angekündigt, dass die USA nach Angriffen auf See auch an Land gegen Drogenkartelle vorgehen würden. "Wir werden damit beginnen, die Kartelle an Land zu bekämpfen. Die Kartelle beherrschen Mexiko", sagte er in einem Interview mit dem Fox-News-Moderator Sean Hannity. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum verwies darauf, dass die Bekämpfung der Kartelle in ihrem Land bereits große Fortschritte gemacht habe und schloss einen US-Militäreinsatz in ihrem Land auss. Seit September haben die USA mehr als 100 Menschen bei Angriffen auf angebliche Drogenboote im Ostpazifik und in der Karibik getötet.

Anfang Januar ordnete Trump einen Militäreinsatz in Venezuela an, um Präsident Nicolás Maduro sowie dessen Frau Cilia Flores gefangen zu nehmen. Maduro sitzt nun in New York in Haft, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll. Nach Maduros Gefangennahme hatte die FAA ähnliche Warnungen auch für den venezolanischen Luftraum ausgesprochen. Große Airlines strichen infolgedessen Hunderte Flüge.

Quelle: ntv.de, ino/AFP