Politik

Wettrüsten mit Moskau und Peking US-Militär setzt auf Künstliche Intelligenz

RTS1HCJJ.jpg

Künstliche Intelligenz soll US-Soldaten künftig im Feld helfen.

(Foto: REUTERS)

US-Präsident Trump räumt der KI-Technologie höchste Priorität ein. Kurz nach seiner Ankündigung veröffentlicht das Pentagon in einem Strategiepapier Details. Das US-Militär soll demnach unter allen Umständen seine strategische Vormachtstellung behalten.

Die US-Streitkräfte sollen sich verstärkt auf den militärischen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) konzentrieren. Dies geht aus einem Strategiepapier des US-Verteidigungsministeriums hervor, das in Washington wenige Tage nach entsprechenden Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump vorgestellt wurde.

Die Vereinigten Staaten sehen sich demnach in einer Art digitalem Rüstungswettlauf mit globalen Großmächten: Andere Staaten, insbesondere China und Russland, investierten bereits in beachtlichem Maße in Künstliche Intelligenz zu militärischen Zwecken, heißt es im neuen Strategiepapier aus dem Pentagon. Dabei ginge es auch um Anwendungen, die nach Ansicht der US-Strategen Fragen über die Achtung internationaler Normen sowie der Menschenrechte aufwerfen. Die russischen und chinesischen Anstrengungen gefährden demnach den technologischen und operativen Vorsprung der USA und drohen die freie Weltordnung zu destabilisieren.

Die USA und ihre Verbündeten müssten Künstliche Intelligenz einsetzen, um ihre strategische Position zu halten und sich auf künftigen Schlachtfeldern durchzusetzen, sagte Pentagon-Sprecher Dana Deasy. Die Technologie könne etwa bei der Bildanalyse zur Vorbereitung auf bestimmte Einsätze eingesetzt werden, um so Risiken für Soldaten und Zivilisten zu minimieren, heißt es in dem Strategiepapier. Künstliche Intelligenz könne zudem die Sicherheit von Flugzeugen, Schiffen und Fahrzeugen erhöhen und die Wartung verbessern. So könne beispielsweise der Ausfall kritischer Teile besser vorhergesagt werden.

KI-Direktive aus dem Weißen Haus

Die Neuausrichtung auf digitale Schlachtfelder der Zukunft steht im Einklang mit strategischen Überlegungen im Weißen Haus. Erst zu Beginn der Woche hatte US-Präsident Trump eine Anordnung unterschrieben, die den Bereich KI-Entwicklung zur Priorität seiner Regierungspolitik macht. Wörtlich hieß es in der Anordnung, "sämtliche Ressourcen" müssten dafür verwendet werden, die Künstliche Intelligenz voranzubringen.

Die USA hätten bereits "enorm" von ihrer internationalen Vorreiterrolle und Führungsposition auf diesem Gebiet profitiert, begründete Trump die neue Direktive. Trotzdem könne das Land nicht tatenlos herumsitzen und davon ausgehen, "dass diese Führungsrolle garantiert" bleibe - dafür entwickle sich die Künstliche Intelligenz weltweit zu rasch weiter.

Mitarbeiter Trumps hatten in der Erklärung einige Wege zur weiteren Entwicklung der Künstlichen Intelligenz skizziert, etwa mehr Gelder für die Forschung und ein stärkerer Fokus im Bildungswesen. Nötig sei ein "Aktionsplan", um den Vorsprung der USA in Sachen KI zu sichern, hieß es. Denn das Thema KI sei letztlich entscheidend für "nationale und wirtschaftliche Sicherheitsinteressen" des Landes.

Quelle: n-tv.de, agr/dpa/AFP

Mehr zum Thema