US-Wahl 2020

32 Stimmen fehlen noch Ausgerechnet Fox News zeigt eine Chance für Biden

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Trump-Anhängerinnen bei einer Wahlparty in Las Vegas, Nevada.

(Foto: dpa)

Beim konservativen Sender Fox News kommt der Demokrat Joe Biden derzeit auf 238 Wahlleute. Das bedeutet: 32 Stimmen fehlen ihm noch. Dass er diese bekommt und dann auf Pennsylvania verzichten kann, ist durchaus möglich.

Auch wenn es sich im Moment sehr wie 2016 anfühlt und der folgende Satz wie die verzweifelte Hoffnung eines unverbesserlichen Trump-Kritikers klingen mag: Bei den Präsidentschaftswahlen in den USA ist der demokratische Kandidat Joe Biden zur Stunde nicht chancenlos. Zumal vielfach vorausgesagt worden war, dass es am Wahlabend kein klares Ergebnis geben dürfte und Trump wie der Gewinner aussehen würde. Ebenso wurde erwartet, dass Biden dank der Briefwahlstimmen im Rennen bleibt.

Einen Pfad zur Präsidentschaft zeigt ausgerechnet der Lieblingssender von US-Präsident Donald Trump, Fox News. Anders als etwa der ausgesprochen Trump-kritische Sender CNN hat Fox News den Bundesstaat Arizona mit seinen 11 Wahlleuten schon als sicheren Gewinn für Biden einsortiert. Bei Fox News kommt der Demokrat insgesamt auf 238 Wahlleute. Zur Mehrheit von 270 fehlen ihm damit 32 Wahlmänner und -frauen.

Noch nicht ausgezählt, weder bei CNN noch bei Fox News, sind derzeit Nevada, Wisconsin und Michigan. In Nevada durften die Wähler ihre Wahlzettel bis zum 3. November einsenden. Briefwahlstimmen können also noch eintrudeln. Grundsätzlich gehen alle davon aus, dass überall in den USA unter den Briefwählern mehr Biden-Anhänger sind.

In Wisconsin wurde erwartet, dass das Ergebnis am Mittwochmorgen (Ortszeit) vorlag. In der drittgrößten Stadt des Staates, in Green Bay, kam es allerdings zu Verzögerungen, weil die Druckertinte ausging (mittlerweile wurde Nachschub organsiert).

In Michigan sollte es sogar mehrere Tage dauern, bis ein Ergebnis vorliegt. Von Freitag war die Rede - doch am frühen Morgen sagte die Innenministerin des Staates, man werde "deutlich früher" fertig sein. Wie früh blieb offen. Michigan ist der einzige dieser drei Staaten, der bei Fox News leicht rosa eingefärbt ist - Rot ist die Parteifarbe der Republikaner, Blau die der Demokraten. Nevada und Wisconsin sind hellblau; hier führt dem Sender zufolge Biden. Für Pennsylvania wurde ein ähnliches Szenario vorhergesagt: Die Stimmen der Wähler, die im Wahllokal abgestimmt haben, werden zuerst gezählt, dann kippt das Ergebnis, weil die Briefwahlstimmen, vor allem aus den Großstädten, folgen. In Michigan ist so aus einem haushohen Vorsprung Trumps schon fast ein Kopf-an-Kopf-Rennen geworden.

In Wisconsin ist das in den letzten Stunden bereits passiert, heute Morgen war dieser Staat noch rosa. Kurzum: Wenn Biden Nevada (6 Wahlleute), Wisconsin (10) und Michigan (16) holt, hat er die fehlenden 32 Stimmen beisammen und kann dann sogar auf Pennsylvania verzichten. Denn auch dort kann das Ergebnis noch einige Zeit auf sich warten lassen - möglicherweise bis Freitag.

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Quelle: ntv.de, hvo