US-Wahl 2020

Einen Monat nach seinem Chef Trumps Stabschef hat sich infiziert

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Mark Meadows (links) begrüßt Trump-Anhänger im Wahlkampf Ende Oktober.

(Foto: REUTERS)

Am Wahltag begleitet er US-Präsident Trump noch bei einem Besuch von Wahlhelfern. Jetzt ist Stabschef Meadows übereinstimmenden Berichten zufolge mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Sein Vorgesetzter hatte kürzlich die Amerikaner dazu aufgerufen, "keine Angst" vor dem Virus zu haben.

Einer der wichtigsten Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump hat sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert. Trumps Stabschef Mark Meadows sei positiv auf das Virus getestet worden, berichteten die Sender CNN und CBS sowie die Zeitung "New York Times" übereinstimmend. Das Weiße Haus wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Meadows hatte Trump am Dienstag - dem Tag der Wahl in den USA - bei einem Besuch von Wahlhelfern in Arlington bei Washington begleitet. Die "New York Times" berichtete, Meadows Test sei am Mittwoch positiv ausgefallen. Trump hat im Wahlkampf entgegen Empfehlungen von Gesundheitsexperten Massenkundgebungen mit Tausenden Anhängern abgehalten. Die meisten Unterstützer folgten dem Beispiel des Präsidenten und trugen keine Masken.

Trump selbst war Anfang Oktober positiv auf das Coronavirus getestet und wegen seiner Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt worden. Nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus rief er die Amerikaner dazu auf, "keine Angst" vor dem Virus zu haben. Im Wahlkampf betonte er immer wieder, die USA seien in der Krise fast über den Berg. Die Pandemie hat in den USA - einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern - mehr als 236.000 Menschen das Leben gekostet. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen erreicht immer neue Spitzenwerte. In den vergangenen Tagen wurden jeweils mehr als 1000 Tote verzeichnet.

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Der demokratische Herausforderer Joe Biden wirft dem Präsidenten Versagen in der Corona-Krise vor. Er beschuldigt ihn, für den Tod Zehntausender Amerikaner verantwortlich zu sein. Der 77-Jährige liegt den letzten Auszählungsergebnissen zufolge bei der Wahl deutlich vor dem republikanischen Amtsinhaber.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa