Politik

Mit Test und Kontaktverfolgung USA heben Reisestopp für Geimpfte auf

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Die strenge Regelung sorgte in der EU, aber auch in den USA selbst zunehmend für Kritik.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Seit eineinhalb Jahren gilt der Einreisestopp, den die USA zu Beginn der Corona-Pandemie erlassen haben. Demnach ist Nicht-US-Bürgern die Einreise aus der EU und Großbritannien untersagt. Ab November soll sich das ändern.

Die USA werden die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreiseverbote unter anderem für Europäer und andere Ausländer lockern. Vollständig geimpfte Nicht-US-Bürger sollen ab "Anfang November" wieder einreisen dürfen, sagte der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeffrey Zients. Voraussetzung für eine Einreise sind neben der Impfung ein negativer Corona-Test und eine Zustimmung zur Kontaktverfolgung.

Die im März 2020 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump verhängten Einreiseverbote für Europäer waren auch in den USA zuletzt zunehmend umstritten. Die Regelungen untersagen die Einreise für Nicht-US-Bürger, die sich in den 14 Tagen vor Einreise im Schengen-Raum, in Irland oder in Großbritannien aufgehalten haben. Einreiseverbote gelten außerdem für China, Indien, Brasilien, Südafrika und den Iran.

Trumps Nachfolger Joe Biden hielt nach seinem Amtsantritt im Januar an den Einreiseverboten fest. Das sorgte in der EU und auch in den USA zunehmend für Kritik - zumal die EU entsprechende Einreisebeschränkungen für US-Bürger im Juni aufhob. Nicht nur klagten Wirtschaftsverbände über die US-Einreiseverbote. Durch die Regelungen konnten sich auch zahlreiche Paare nicht mehr sehen, die in einer Fernbeziehung leben.

Die EU hatte die Mitgliedsstaaten bereits im Sommer aufgefordert, Beschränkungen für Reisende aus den USA und mehreren anderen Ländern schrittweise aufzuheben. Deutschland hatte daraufhin Einreisen unter anderem aus den USA "zu allen zulässigen Aufenthaltszwecken einschließlich Tourismus" wieder erlaubt. Die US-Regierung hielt jedoch im Juli unter Verweis auf die ansteckendere Delta-Variante an den Einschränkungen fest. Ende August empfahl die EU dann wieder strengere Einreiseregeln für Menschen aus den USA. Deutschland hatte die USA zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits seit einiger Zeit als Hochrisikogebiet eingestuft, mit entsprechenden Einschränkungen für Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind.

Corona-Koordinator Zients betonte nun, die Lockerung der Einreiseverbote basiere auf "der Wissenschaft". EU-Komissar Thierry Breton begrüßte die Lockerung und sprach von einem logischen Schritt angesichts des Erfolgs der Impfkampagne in Europa. Jedoch bleiben Fragen offen. So sagte Zients nicht, welche Impfungen anerkannt werden. Darüber soll die US-Gesundheitsbehörde CDC entscheiden.

Quelle: ntv.de, chf/dpa/AFP

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