Politik

Anschlag auf Bolton geplant USA klagen Iraner wegen Mordkomplotts an

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Bolton gilt als außenpolitischer Falke. Nach knapp eineinhalb Jahren als Nationaler Sicherheitsberater trat er wegen schwerwiegender Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Präsidenten Trump zurück.

(Foto: REUTERS)

Im Januar 2020 tötet das US-Militär den einflussreichen iranischen General Soleimani. Als Reaktion soll ein Mitglied der Revolutionsgarde einen Anschlag auf den früheren US-Sicherheitsberater Bolton geplant haben. Jetzt wird gegen den Mann Anklage erhoben. Auch Bolton selbst meldet sich zu Wort.

Wegen eines Mordkomplotts gegen den ehemaligen Sicherheitsberater des früheren US-Präsidenten Donald Trump, John Bolton, ist in den USA ein Mitglied der iranischen Revolutionsgarde angeklagt worden. Dem 45 Jahre alten Mann aus Teheran wird vorgeworfen, einen Mord in Auftrag gegeben und als Belohnung 300.000 US-Dollar (etwa 291.000 Euro) in Aussicht gestellt zu haben, wie das Justizministerium mitteilte. Er befindet sich nach Angaben des Ministeriums im Ausland auf freiem Fuß. Nähere Details zum Aufenthaltsort machte das Ministerium nicht.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich bei dem Plan um eine Vergeltungsmaßnahme für einen Anschlag im Januar 2020 handeln sollte, bei dem der iranische General Ghassem Soleimani im Irak mithilfe einer Drohne getötet wurde. Über einen Anschlag auf den heute 73 Jahre alten Bolton ist nichts bekannt. Der langjährige Diplomat, der als Hardliner galt, war in den Jahren 2018 und 2019 Sicherheitsberater im Weißen Haus. Er trat dann aber im Streit mit Trump zurück.

"Es ist nicht das erste Mal, dass wir iranische Rachepläne gegen Menschen auf amerikanischem Boden aufgedeckt haben, und wir werden unermüdlich daran arbeiten, jeden einzelnen dieser Versuche aufzudecken und zu vereiteln", sagte Vize-Generalstaatsanwalt Matthew Olsen. Sollte der Iraner gefasst und verurteilt werden, drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft für die Planungen und weitere 15 Jahre für die in Aussicht gestellte Bezahlung. Dem Ministerium zufolge hatte das Mordkomplott im Herbst 2021 seinen Ursprung.

Bolton dankte dem Justizministerium und der Bundespolizei FBI. In einer Mitteilung hieß es: "Die iranischen Machthaber sind Lügner, Terroristen und Feinde der Vereinigten Staaten. Ihre radikalen, antiamerikanischen Ziele sind unverändert; ihre Zusagen sind wertlos." Der Iran werde zunehmend zu einer globalen Bedrohung. Bolton sprach sich vehement dagegen aus, das Atomabkommen mit dem Iran wiederzubeleben. US-Präsident Joe Biden strebt das an. Trump hatte das Abkommen einseitig aufgekündigt. Bidens Sicherheitsberater Jake Sullivan warnte: "Sollte der Iran einen unserer Bürger angreifen, einschließlich derer, die weiterhin den Vereinigten Staaten dienen oder früher gedient haben, wird der Iran mit ernsten Konsequenzen rechnen müssen."

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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