Politik

Erste Angriffe seit TagenUSA melden Raketenbeschuss auf Stützpunkte im Nahen Osten

29.07.2026, 02:05 Uhr
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US-Militär am Arabischen Meer. (Foto: via REUTERS)

Die USA haben ihre Angriffe seit dem Wochenende ausgesetzt. Auch Teheran hielt sich daraufhin zurück. Nun meldet das US-Militär, die Revolutionsgarden hätten Stützpunkte in der Region attackiert.

Nach einigen Tagen ohne gegenseitige Attacken hat die US-Armee neue Raketenangriffe des Iran gemeldet. Die Truppen Teherans hätten einen "Überraschungsangriff auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte" versucht, erklärte das zuständige US-Regionalkommando Centcom. "Alle iranischen Raketen wurden erfolgreich abgefangen." Wenig später meldete das US-Militär dann, man habe gemeinsam mit Saudi-Arabien Ziele im Irak angegriffen. Die Luftschläge hätten sich gegen "mit dem Iran verbündete Terroristen" gerichtet.

Einheiten der Iranischen Revolutionsgarden hätten "mehrere ballistische Raketen vom Iran aus" abgefeuert, teilte das Centcom auf X mit. Dies sei der "Versuch eines Überraschungsangriffs auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte" gewesen, der aber vereitelt worden sei. "Die US-Streitkräfte bleiben wachsam und in höchster Alarmbereitschaft", erklärte das Kommando weiter. Zu den konkreten Zielen äußerte sich das US-Militär nicht. Nach Informationen der US-Nachrichtenseite "Axios" flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien. 

US-Angriffsserie brach plötzlich ab

Nach 13 Nächten mit neuen US-Luftangriffen auf den Iran und Vergeltungsattacken Teherans hatten beide Seiten seit Freitag vergangener Woche keine gegenseitigen Angriffe mehr gemeldet. Trump hatte den Stopp damit begründet, wieder Raum für Verhandlungen zu schaffen. Am Montag sprach er von einer "guten Chance" für eine Einigung mit Teheran. "Axios" sagte er, es gebe "sehr intensive Gespräche". Sollte die Diplomatie scheitern, werde man aber "sehr entschlossene militärische Maßnahmen" ergreifen.

Womöglich hat der plötzliche Abbruch der Angriffe aber auch einen anderen Hintergrund. Mehrere US-Medien berichten, es gebe in der US-Führung die Sorge vor schwindenden Munitionsreserven. Insbesondere bei der Flugabwehr zeichne sich demnach eine Knappheit ab.

Wenige Stunden vor den iranischen Angriffen hatte Trump Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Weißen Haus empfangen, zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs. Mehrere US-Medien hatten zuvor berichtet, Netanjahu könnte Trump um die Zustimmung zu neuen Angriffen Israels im Iran bitten. Ob das geschehen ist, ist unkar. Über den Verlauf des Gesprächs drang nichts nach außen.

USA und Saudi-Arabien attackieren Milizen im Irak

Die gemeinsamen Angriffe der USA und Saudi-Arabiens in der Nacht richteten sich nun gegen iranische Proxies im Irak. Die Milizen seien von den iranischen Revolutionsgarden "angewiesen" worden, "US-Streitkräfte und die saudische Energieinfrastruktur anzugreifen", erklärte Centcom. "Die Revolutionsgarden und ihre terroristischen Stellvertreter müssen diese Angriffe einstellen, um weitere militärische Reaktionen der USA zu vermeiden."

Einige Stunden zuvor hatte das saudiarabische Verteidigunsministerium erklärt, "mit dem Iran in Verbindung stehende Milizen" hätten erneut vom Irak aus Drohnenangriffe auf Ölanlagen des Landes geflogen. Die Drohnen seien abgefangen worden.

Der Zusammenschluss pro-iranischer schiitischer Milizen "Islamischer Widerstand im Irak" bezeichnete die Vorwürfe als "Erfindungen". Riad wolle damit lediglich seine Unfähigkeit rechtfertigen, auf die "schmerzhaften jemenitischen Angriffe" der Huthis zu reagieren. Für den Fall eines saudiarabischen Vorgehens im Irak drohte die Gruppe mit einer "harten" Antwort.

Quelle: ntv.de, ino/AFP

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