Politik

Abkommen wird neu aufgesetzt USA und Mexiko legen Nafta-Streit bei

Ein Jahr dauern die Neuverhandlungen zum Nafta-Vertrag schon, nun sind sich zwei von drei Ländern einig. Mexiko und die USA haben scheinbar einen Mittelweg gefunden - und warten auf Reaktionen aus Kanada.

Die USA und Mexiko haben sich nach Angaben beider Länder auf ein neues Nafta-Abkommen geeinigt. US-Präsident Donald Trump sprach in Washington von einem "sehr guten" Abkommen mit Mexiko. Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto erklärte, die abschließenden Verhandlungen mit Kanada über das trilaterale Abkommen könnten noch "in dieser Woche" abgeschlossen werden.

Bei einigen der umstrittenen Aspekte der Verhandlungen seien sich beide Parteien bereits in den vergangenen Tagen viel näher gekommen. Darunter bei den Ursprungsregeln für Automobile, die festlegen, welcher Anteil eines Autos in Nordamerika hergestellt werden muss und wie viel mit höheren Löhnen produziert werden muss.

Kanada sitzt derzeit wegen erheblicher Spannungen mit den USA nicht mit am Tisch. Zuletzt hatten US-Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren das Verhältnis zu den beiden Nachbarn Mexiko und Kanada schwer belastet.

Nafta ist einer der weltweit umfangreichsten Handelsverträge und seit 1994 in Kraft. Das Abkommen besiegelt den nahezu unbeschränkten Zugang zu Gütern und Dienstleistungen in den USA, Kanada und Mexiko. Für die mexikanische Wirtschaft ist Nafta von besonderer Bedeutung. Rund 80 Prozent der Exporte des Landes gehen in die USA.

Trump hatte in der Vergangenheit immer wieder kritisiert, die USA würden durch den Deal benachteiligt. Er setzte sich daher für eine Neuverhandlung des Vertrags ein. Seit rund einem Jahr versuchen die drei Länder nun schon, ein neues Abkommen zu beschließen.

Quelle: ntv.de, mba/AFP/DJ

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