Politik

"Lassen Sie uns das erledigen" USA weisen Nordkorea-Ultimatum zurück

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Nordkoreas Diktator Kim Jong Un torpedierte mit dem Ultimatum die Gespräche mit den USA.

(Foto: imago images / UPI Photo)

Dass Trump und Kim den Atomstreit zwischen den USA und Nordkorea per Deal unter Männern beenden, glaubt kaum noch jemand. Mittlerweile verfällt Pjöngjang wieder in die alte Rhetorik und setzt den Amerikanern ein Ultimatum. Die kontern dieses nun.

Im Atomstreit mit Nordkorea kontern die USA ein von Pjöngjang gesetztes Ultimatum. "Lassen Sie es mich absolut deutlich machen: Die USA haben keine Frist", sagte der US-Sonderbeauftragte für Nordkorea, Stephen Biegun, in Seoul. Er rief Pjöngjang auf, zum Dialog zurückzukehren. "Es ist Zeit für uns, unsere Arbeit zu machen, lassen Sie uns das erledigen. Wir sind hier, und Sie wissen, wie Sie uns erreichen", sagte Biegun an der Seite des südkoreanischen Sonderbeauftragten Lee Do Hoon.

Die Spannungen in dem Konflikt haben sich zuletzt angesichts der stockenden Atomverhandlungen zwischen beiden Seiten wieder erhöht. Die kommunistische Führung in Pjöngjang hatte wiederholt mit einem "neuen Weg" gedroht, sollte Washington bis zum Jahresende keine neuen Konzessionen machen und seine "feindselige" Politik aufgeben. Die bisher letzten Arbeitsgespräche waren im Oktober in Schweden ohne greifbares Ergebnis geblieben. Die USA wollen den Verzicht Nordkoreas auf Nuklearwaffen erreichen. Pjöngjang fordert unter anderem die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen.

"Wir sind uns vollkommen des starken Potenzials Nordkoreas bewusst, in den nächsten Tagen eine größere Provokation zu unternehmen", sagte Biegun. Solch eine Aktion wäre am wenigsten hilfreich, um einen dauerhaften Frieden auf der koreanischen Halbinsel zu erreichen.

Trumps Diplomatie bisher ohne Ergebnisse

In Südkorea wächst die Befürchtung, Nordkorea könnte den selbst auferlegten Teststopp für Atombomben und Langstreckenraketen aufheben. Nordkorea hatte am Samstag zum zweiten Mal in einer Woche einen "wichtigen" Test an seiner Satelliten-Startanlage Sohae gemeldet. Experten vermuten, dass Nordkorea dabei Raketentriebwerke getestet hat - möglicherweise für eine Langstreckenrakete.

Ein Atom-Abkommen zwischen den USA und Nordkorea ist eines der großen außenpolitischen Ziele von US-Präsident Donald Trump. Anders als seine Vorgänger traf er Diktator Kim Jong Un bereits zu zwei Gipfeln und einmal an der innerkoreanischen Grenze. Nach anfänglichem Optimismus, eine Denuklearisierung Nordkoreas erreichen zu können, blieben bislang greifbare Ergebnisse aus.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa