"In Kürze"USA wollen Milliardenschulden bei UN angehen

Die Vereinten Nation leiden unter massiven Finanzierungsproblemen. Unter Präsident Trump blieben die Beiträge der USA bisher aus. Jetzt soll wieder Geld fließen, aber nicht ohne Bedingungen. US-Botschafter Waltz fordert Reformen.
Die USA wollen in den kommenden Wochen eine erste Zahlung für ihre Milliardenschulden bei den Vereinten Nationen (UN) leisten, haben aber zugleich weitere Reformen angemahnt. "Sicherlich wird in Kürze eine erste Geldtranche eingehen", sagte der US-Botschafter bei der UN, Mike Waltz. Die bisherigen Anstrengungen der UN seien zwar ein wichtiger erster Schritt, es müsse jedoch mehr getan werden.
So sei ein zentrales Ziel die Beseitigung von Doppelstrukturen. Als Beispiel nannte Waltz, dass es sieben UN-Organisationen gebe, die sich hauptsächlich mit dem Klimawandel befassten. "Unabhängig von der Klimadebatte brauchen wir keine sieben", sagte er.
Die Ankündigung kommt, nachdem UN-Generalsekretär Antonio Guterres vor zwei Wochen vor einem "unmittelbar bevorstehenden finanziellen Zusammenbruch" der Organisation gewarnt hatte. Grund dafür sind ausstehende Mitgliedsbeiträge, von denen die USA den größten Teil schulden.
UN-Angaben zufolge belaufen sich die US-Schulden allein für den regulären Haushalt auf 2,19 Milliarden Dollar. Die Zahlungsrückstände der USA sind während der Präsidentschaft von Donald Trump erheblich gestiegen. Trump hatte jedoch am Dienstag ein Haushaltsgesetz unterzeichnet, das 3,1 Milliarden Dollar für Beiträge an die UN und andere internationale Organisationen vorsieht.