Politik

Unter staatlicher AufsichtUSA wollen private Firmen für Cyber-Attacken auf Kriminelle einsetzen

13.08.2026, 09:55 Uhr
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Das Programm soll vom Heimatschutzministerium und dem Justizministerium beaufsichtigt werden. (Foto: picture alliance/dpa)

Die US-Regierung will private Unternehmen nach einem neuen Erlass von Präsident Trump an Cyber-Angriffen gegen kriminelle Organisationen im Ausland beteiligen. Dafür müssen die Firmen eine Sicherheit in Höhe von mindestens einer Million Dollar hinterlegen. Doch es gibt Bedenken.

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch einen Erlass unterzeichnet, der es privaten Firmen unter staatlicher Aufsicht erlauben soll, Cyber-Angriffe gegen kriminelle Organisationen im Ausland durchzuführen. Ziel sei es, die Strafverfolgungsbehörden im Kampf gegen transnationale kriminelle Organisationen zu stärken, die von ausländischen Standorten aus Amerikaner angreifen, teilte das Weiße Haus mit. Als Beispiele wurden Ransomware-Angriffe und Finanzbetrug genannt.

Der Erlass schafft einen Rahmen, in dem private Unternehmen nach einer Überprüfung und unter Aufsicht der Regierung Cyber-Operationen durchführen können. Dazu zählen dem Dokument zufolge "Cyber-Überwachungsoperationen" und "Cyber-Wirkungsoperationen". Letztere könnten die Manipulation, Störung oder Zerstörung von Informationssystemen und Netzwerken umfassen. Das Programm soll vom Heimatschutzministerium (DHS) und dem Justizministerium (DOJ) beaufsichtigt werden. Teilnehmende Firmen müssen eine Sicherheit in Höhe von mindestens einer Million Dollar hinterlegen.

Die Idee, private Firmen an Cyber-Operationen zu beteiligen, ist nicht neu und umstritten. In der Vergangenheit wurden Bedenken hinsichtlich einer möglichen Eskalation, unbeabsichtigter Folgen und Koordinationsproblemen zwischen den Behörden geäußert. Das Heimatschutzministerium und das Weiße Haus reagierten zunächst nicht auf Anfragen nach weiteren Einzelheiten.

Quelle: ntv.de, are/rts

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