Politik

Vor Schwarzmeerküste der UkraineRussische Drohne trifft chinesischen Frachter

18.05.2026, 13:33 Uhr
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Das chinesische Schiff "KSL Deyang" befindet sich vor der ukrainischen Hafenstadt Odessa, als plötzlich eine Drohne einschlägt. (Foto: via REUTERS)

Russland überzieht die Ukraine mit massiven Drohnenangriffen. Nun gerät ein chinesisches Schiff unter Beschuss. Der Vorfall ereignet sich ausgerechnet vor einem strategisch wichtigen Treffen von Kreml-Chef Putin und Chinas Staatschef Xi.

Eine russische Drohne hat einem Insider zufolge vor der Schwarzmeerküste der Ukraine ein chinesisches Frachtschiff getroffen. Bei dem Angriff auf die unter der Flagge der Marshallinseln fahrende "KSL Deyang" habe es keine Verletzten gegeben, sagt die mit dem Vorfall vertraute Person. Das Schiff sei nicht nennenswert beschädigt worden.

Die Besatzung habe das durch den Einschlag ausgelöste Feuer selbst gelöscht. Zum Zeitpunkt des Angriffs habe der Frachter keine Ladung an Bord gehabt. Er sei auf dem Weg in den ukrainischen Hafen Piwdenne in der Region Odessa gewesen, um dort Eisenerzkonzentrat zu laden, so der Insider.

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich zu dem Vorfall: "Drohnen haben Odessa angegriffen (...) und eine der Drohnen traf ein Schiff, das China gehört", erklärte er in Onlinemedien. "Den Russen konnte nicht entgangen sein, was für ein Schiff sich auf See befand", fuhr Selenskyj fort, nachdem Russland die Ukraine in der Nacht abermals mit massiven Drohnen- und Raketenangriffen überzogen hatte.

Drohnenvorfall kurz vor Putins China-Reise

Russlands Präsident Wladimir Putin reist am Dienstag zu einem zweitägigen Besuch nach China. Bei den Gesprächen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping soll es demnach darum gehen, die "umfassende Partnerschaft und strategische Zusammenarbeit" zwischen Moskau und Peking "weiter zu stärken". Putins Besuch erfolgt nur wenige Tage nach dem China-Besuch von US-Präsident Donald Trump.

China ruft regelmäßig zu Gesprächen über ein Ende der Kämpfe in der Ukraine auf, hat Russland aber nie für die im Februar 2022 begonnene Offensive im Nachbarland verurteilt und stellt sich selbst als neutrale Partei dar. Peking betrachtet Moskau als einen vorrangigen Partner bei der Gestaltung einer neuen multipolaren Weltordnung.

Quelle: ntv.de, nbr/AFP/rts

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