Politik

Einschläge in WohnblocksRund ein Dutzend Verletzte bei russischen Angriffen in der Ukraine

01.06.2026, 10:13 Uhr
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Ein Arbeiter entfernt am 1. Juni Glasscherben nach einem russischen Drohnenangriff in Odessa. (Foto: REUTERS)

In der Nacht treffen russische Angriffe die Städte Charkiw und Cherson, mehrere Menschen werden verletzt. In der Region Dnipropetrowsk schwebt eine Frau in Lebensgefahr. Derweil verliert Moskau laut dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj die Initiative auf dem Schlachtfeld.

In der Ukraine sind bei russischen Angriffen erneut rund ein Dutzend Menschen verletzt worden. In der grenznahen Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine habe es auch Einschläge in zwei Wohnblocks gegeben, teilte Gouverneur Oleh Synjehubow mit. Dabei seien in Charkiw zwei Personen verletzt worden, eine weitere Frau habe es in der Kleinstadt Bohoduchiw getroffen, schrieb er auf Telegram.

Drei Verletzte gab es in der Nacht auch im südukrainischen Cherson. Das russische Militär beschoss die Stadt mit Artillerie. Nach Angaben der Stadtverwaltung schlug ein Geschoss gegen 1.30 Uhr Ortszeit (0.30 Uhr MESZ) in einem Wohnhaus ein. Vier weitere Personen wurden nach Behördenangaben in den Landkreisen der Region verletzt, allerdings blieb bei diesen Angaben offen, ob die Opfer in der Nacht oder im Verlaufe des Vortags getroffen wurden.

Vier weitere Verletzte gab es in der Region Dnipropetrowsk. Eine 54-Jährige schwebe in Lebensgefahr, teilte der Gouverneur Olexander Hanscha am Morgen mit. Zum Zeitpunkt der Angriffe machte er keine Angaben.

Unterdessen hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem US-Fernsehinterview für Friedensgespräche mit Russland vor dem Winter ausgesprochen. In dem am Sonntag ausgestrahlten Gespräch mit dem Sender CBS warb Selenskyj um die Unterstützung des US-Publikums und verwies auf eine verbesserte strategische Lage der Ukraine. "Es begann im Dezember 2025, Russland begann die Initiative auf dem Schlachtfeld zu verlieren", sagte Selenskyj in der Sendung "Face the Nation". "Wir haben also jetzt diese Zeitspanne vor dem Winter ... vor dem Winter müssen wir einen Weg finden, einen diplomatischen Weg, uns zusammenzusetzen und zu sprechen."

Quelle: ntv.de, are/dpa/rts

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