Politik

Vorräte für höchstens drei Tage? Ukraine: Russische Armee hat massiven Versorgungsengpass

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Wie steht es wirklich um die Versorgungslage der russischen Truppen?

(Foto: REUTERS)

Der russische Angriffskrieg wird seit Tagen von Berichten über Versorgungsprobleme der Soldaten begleitet. Nun legt der ukrainische Generalstab nach und veröffentlicht Informationen, dass die Vorräte nur für drei Tage reichen würden. Russland ändert daher offenbar auch seine Strategie.

Die russische Armee hat nach Angaben des ukrainischen Generalstabes weiterhin Probleme mit der Sicherung ihres Nachschubs für den Krieg. Vorliegenden Informationen zufolge hätten die in der Ukraine operierenden Einheiten Munitions- und Lebensmittelvorräte für höchstens drei Tage. Ähnlich sei die Lage bei der Versorgung mit Kraftstoff, teilte der ukrainische Generalstab in seinem Morgenbericht auf Facebook mit.

Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Allerdings wiederholen sich die Berichte über die Versorgungsengpässe der Invasoren. "Wir glauben", dass die russische Armee "Probleme mit der Moral, der Versorgung, dem Treibstoff und der Nahrung hat", hatte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, bereits vor zwei Wochen gesagt. Das Thema war unter anderem aufgekommen, als der lange militärische Konvoi der Russen tagelang ohne große Bewegungen vor der Hauptstadt Kiew feststeckte.

In dem aktuellen Bericht des Generalstabs hieß es auch, dass ukrainische Streitkräfte weiter russische Truppen angreifen würden. Dabei seien sie in bestimmten Gebieten auch erfolgreich. Konkrete Details zu Bodenkämpfen wurden nicht genannt. Binnen 24 Stunden seien derweil neun Ziele in der Luft von Einheiten der ukrainischen Luftwaffe, Luftabwehr und Bodentruppen getroffen worden. Insgesamt haben die Ukrainer zuletzt eine "erhöhte Aktivität" russischer Flugzeuge festgestellt.

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Das deckt sich mit einem aktuellen Bericht des Pentagon. Den Angaben zufolge verstärke Russland derzeit seine Militäroffensive aus der Luft und zu Wasser. Der Kreml versuche "verzweifelt", seine Kampfdynamik zu erhöhen, sagte ein hochrangiger US-Verteidigungsbeamter. Nur wenige Einsätze seien Nahkämpfe, Moskau feuere vor allem Luft-Boden-Raketen aus dem russischen oder belarussischen Luftraum auf ukrainische Ziele ab.

In den Regionen Donezk und Luhansk in der Ostukraine versuchten russische Einheiten derweil weiter, mehr Gebiete einzunehmen und sich in bisher erreichten Stellungen festzusetzen. Die ukrainischen Verteidigerinnen und Verteidiger hätten 13 Angriffe abgewehrt und dabei militärische Technik, darunter 14 Panzer, zerstört. Das teilte der Generalstab ebenfalls in seinem Morgenbericht mit.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/AFP

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