Politik

Drohnen über RusslandUkraine attackiert Öllager in Saratow und Taganrog

31.05.2026, 10:41 Uhr
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Nach mehr als vier Jahren der Vollinvasion bekommt Russland den Krieg voll zu spüren. Wieder einmal gelingen der Ukraine Treffer im Hinterland, wie russische Behörden eingestehen müssen.

Die Ukraine hat in der Nacht erneut Ölanlagen in Russland mit Drohnen angegriffen. Unter Beschuss geraten seien ein Öllager nahe der Stadt Taganrog am Asowschen Meer und eine Raffinerie in Saratow an der Wolga, berichtete die Internetzeitung "Ukrajinska Prawda". Russische Behörden haben die Treffer teilweise bestätigt. Vor allem in Saratow hat die Attacke wohl schwere Folgen, den im Netz kursierenden Bildern nach zu urteilen.

"Vorläufigen Informationen nach gibt es Schäden an Objekten der zivilen Infrastruktur", schrieb auch der Gouverneur von Saratow, Roman Bussargin, auf Telegram. Details nannte er nicht. Die Raffinerie in Saratow gehört zum staatlichen Ölkonzern Rosneft, der unter der Leitung von Igor Setschin steht, einem engen Vertrauten von Kremlchef Wladimir Putin. Bereits in der Vergangenheit war die Anlage Ziel ukrainischer Angriffe.

Der Gouverneur von Rostow, Juri Sljussar, bestätigte auf Telegram den Brand eines Öllagers bei Taganrog im Landkreis Matwejew-Kurgan. Die Löscharbeiten hielten an, schrieb er auf Telegram.

Der Gouverneur der Region Kirow, Alexander Sokolow, berichtete von einer Drohnenattacke auf eine Anlage im Bezirk Urschumski. Die Region Kirow liegt nordöstlich von Moskau und rund 1300 Kilometer von den ukrainisch kontrollierten Gebieten entfernt. Auch die Gouverneure der an die Ukraine grenzenden Regionen Rostow, Woronesch und Belgorod melden Angriffe. In Belgorod seien drei Zivilisten verletzt worden, heißt es.

Nach Angaben des russischen Militärs wurden in der Nacht mehr als 200 ukrainische Drohnen abgefangen. Drohnenangriffe gehören in dem vor mehr als vier Jahren von Putin befohlenen Krieg inzwischen zum Alltag und werden von beiden Seiten eingesetzt. Immer wieder attackieren sie Objekte tief im Hinterland des Gegners.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa/rts

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