Politik

"Gamechanger" aus SchwedenUkraine kann bald die ersten ersehnten Gripen-Kampfjets erhalten

28.05.2026, 13:55 Uhr
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Laut Schwedens Premierminister Ulf Kristersson der "Stolz" des Landes: Gripen-Kampfjets des Herstellers Saab. (Foto: picture alliance / photothek.de)

Seit Jahren kämpft die Ukraine um die Lieferung schwedischer Gripen-Kampfjets. Nun könnte es bis zur Übergabe der ersten Exemplare nicht mehr lange dauern. Viele weitere sollen hinzukommen.

Die Ukraine kann bald die langersehnten ersten schwedischen Kampfjets vom Typ Gripen C/D erhalten. Laut Angaben von Ministerpräsident Ulf Kristersson ist das Land bereit, 16 Stück an Kiew zu spenden. Die Bedingung dafür ist die Unterzeichnung eines Abkommens zum Kauf von modernen Kampfjets vom Typ E.

Eine erste Tranche von 20 Stück soll das Land bis 2030 erreichen. Die Kampfjets werden mit einem EU-Darlehen von 2,5 Milliarden Euro bezahlt. In Zukunft könnte Kiew bis zu 150 Gripen vom Typ E erhalten. Eine Absichtserklärung hatten beide Seiten bereits im vergangenen Jahr unterzeichnet.

Kristersson sprach auf einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj von einem "Gamechanger". Der Gripen C/D wird der dritte westliche Kampfjet in den Reihen der ukrainischen Luftwaffe sein. Bislang verfügt das Land über die F-16 aus US-Entwicklung und die Mirage 2000 aus Frankreich.

Piloten kennen den Gripen

Die ersten ukrainischen Piloten hatten 2023 ein Gripen-Einführungstraining absolviert. Im vergangenen Monat sagte Selenskyj, dass er davon ausgehe, dass seine Piloten noch in diesem Jahr mit der Ausbildung beginnen werden. Wann es die ersten Kampfeinsätze zur Verteidigung der Ukraine geben wird, ist nicht klar. Möglicherweise wird dies 2027 der Fall sein.

Schweden spricht vom bislang umfangreichsten Militärhilfepaket. Neben der Bereitstellung von Gripen C/D umfasst es auch "Mittel für Fernkampfkapazitäten, Munition, elektronische Kampfführung sowie die Förderung von Innovationen". 

Quelle: ntv.de, rog

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