Politik

Atombombe verhindernCDU-Politiker Hardt befürwortet US-Schlag gegen Iran

25.02.2026, 11:01 Uhr
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Greifen die USA den Iran an oder nicht? Das Land hat eine große Militärmacht im Nahen Osten zusammengezogen. Doch es ist unklar, was Präsident Trump vorhat. CDU-Außenexperte Hardt würde einen Schlag gegen das Atomprogramm des Regimes begrüßen.

Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, hat einen erneuten Luftschlag der USA gegen iranische Atomanlagen befürwortet. Bereits die US-Angriffe im Sommer 2025 seien gerechtfertigt gewesen, denn der Iran sei dabei gewesen, alle Grenzwerte auf dem Weg zur Atombombe zu überschreiten, sagte der CDU-Politiker im ntv Frühstart. Er halte das jetzt auch für wahrscheinlich. "Dann wären begrenzte Schläge gegen das Atomprogramm tatsächlich ein Weg, den wir unterstützen könnten", so Hardt.

Für die USA sei ein Angriff ein großes Risiko, sagte Hardt weiter. Das Land habe viele Militärbasen im Nahen Osten, die zum Ziel iranischer Vergeltung werden könnten. Zudem sei fraglich, ob mit Luftanschlägen allein auch das Regime gestürzt werden könne.

Bis vor kurzem habe Trump noch von einem Regime Change gesprochen, nun wolle er offenbar vor allem den Iran von der Atombombe abbringen, sagte der Außenpolitik-Experte. "Das ist ja auch unser gemeinsames Ziel, aber das ist natürlich deutlich weniger als das, was er den Menschen im Iran versprochen hat."

Trump bleibt vage

Ob die USA tatsächlich planen, den Iran anzugreifen, ist weiterhin unklar. Das Land hat derzeit im Nahen Osten so viel Militär zusammengezogen wie seit dem Krieg gegen den Irak 2003 nicht mehr. In seiner Rede zur Lage der Nation am Dienstag blieb US-Präsident Donald Trump allerdings vage. Er sagte lediglich, dass er einen "Deal" mit dem Land anstrebe und es vorziehe, "dieses Problem auf diplomatischem Wege zu lösen". Gleichzeitig stellte er klar, dass er niemals zulassen werde, "dass der Förderer Nummer eins des weltweiten Terrors, was sie bei weitem sind, in den Besitz einer Atomwaffe gelangt".

Dem iranischen Regime warf der US-Präsident vor, während der jüngsten Protestwelle 32.000 Menschen getötet zu haben. Ob diese Zahl stimmt, ist unklar. Der Iran selbst hat mehr als 3000 Tote bestätigt, die Organisation Human Rights Activists News Agency spricht von mehr als 7000 Toten - demnach könnte die Zahl aber deutlich höher sein.

Der Iran weist die Vorwürfe, es arbeite an Atombomben, immer wieder zurück. Der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei warf Trump auf X "große Lügen" in seiner Rede an die Nation vor. "Was auch immer sie in Bezug auf das iranische Atomprogramm, die iranischen ballistischen Raketen und die Zahl der Opfer der Unruhen im Januar behaupten, ist einfach die Wiederholung von 'großen Lügen'", heißt es in dem Post. Im Falle eines Angriffs durch die USA hat der Iran wiederholt gedroht, US-Stützpunkte im Nahen Osten anzugreifen.

Quelle: ntv.de, psc/mli

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